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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Web-Tv Zum Filmfest: Hinter den Kulissen von Five Days in Oldenburg

18.09.2015

Oldenburg Noch brummt in der VIP-Lounge des Oldenburger Filmfests am Pferdemarkt nur der Staubsauger. Die Putzfee ist eigentlich für Bildregie und Kamera zuständig, doch bevor nicht alles für die Premiere an diesem Donnerstagmorgen hergerichtet ist, gibt Matthias Sachal den Schlauch nicht aus der Hand. Der 29-Jährige arbeitet für die Oldenburger Filmproduktionsfirma Schwarzseher Film – und damit für „Five Days in Oldenburg“, das neue Web-TV des Filmfests. In einer halben Stunde kommt der erste prominente Gast zum Videointerview: Es ist Regisseur Kenny Riches, dessen Film „Strongest Man“ beim Filmfest gezeigt wird.

Es ist noch viel zu tun: Assistentin Laura Groeneveld klebt noch „On-Air“-Buchstaben auf eine kleine Lampe, die gleich als Leuchtschild dienen soll. „Wo soll das eigentlich stehen?“, grübelt die 17-Jährige. „Ich bastel was“, sagt der zweite Kameramann Mattias Kranz. Handwerker hämmern unterdessen eine Tafel an die Wand, auf der die Prominenten ihre Autogramme hinterlassen dürfen. Allmählich belebt sich das Erdgeschoss, Gäste des Filmfests lümmeln auf dem Sofa und halten sich bereit für Pressetermine.

Nun rauscht auch Produktionschef Amon Thein an, der mit Unterstützung der Oldenburgischen Landesbank das Web-TV zum Filmfest auf die Beine gestellt hat. Mit B-Filmstar Debbie Rochon ist das Team bereits am Mittwoch durch Oldenburg spaziert – der erste aktuelle Film ist also schon im Netz. Nun folgt die Serie von Interviews – und der erste Prominente ist auch schon da. „Hi, I’m Kenny“, grüßt Kenny Riches. So locker und unkompliziert kann man sich einen Debütanten nur wünschen. Allerdings muss der Filmemacher noch etwas warten. Denn Matthias Sachal lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, während er die Kamera optimal einstellt.

Außerdem kann es nicht schaden, Kenny Riches das Format vorher genau zu erklären, schließlich muss er vor der Kamera gleich den Alleinunterhalter spielen. „It’s your show“, sagt Amon. „It’s my show“, wiederholt Kenny, auch wenn ihm die erste Requisite noch Rätsel aufgibt: ein blau leuchtendes Plastikschweinchen, das ihm Amon in die Hand drückt. „Scary“, meint der Regisseur nur.

Doch ohne Schwein läuft hier nichts. Denn auch wenn der Kaugummiautomat unbestechlich ist – Geld muss man schon hineindrehen, damit ein Kügelchen mit einer Frage auf dem Zettel herauskullert. Die Münzen dazu trägt das Schwein in seinem Bauch. Alles klar?

Kenny Riches ist alles klar. Inzwischen ist die Kamera eingestellt, der Kaugummiautomat gefüllt mit Fragekügelchen – und das „On-Air“-Schild leuchtet unentwegt. Kenny nimmt Platz und ist sofort ein Profi auch vor der Kamera: Kurz stellt er sich und seinen Film vor, dann hält er die erste Münze lächelnd in die Kamera, bevor das ungewöhnliche Interview seinen Lauf nimmt. Nur in einer Hinsicht erweist sich der Automat als eigensinnig: Nach zunächst zwei Fragen spuckt er Kugeln mit Spielzeug aus. Kenny scheint daran keinen Anstoß zu nehmen, im Gegenteil. „It’s like Christmas!“, ruft er vergnügt.

Schnell ist das erste Interview im Kasten. „Zehn Sekunden lang war ich total angespannt“, sagt Amon Thein hinterher. „Aber dann wusste ich: Es läuft. Und jetzt bin ich einfach nur glücklich.“ Viel Zeit für Gefühlswirrwarr ist allerdings nicht. Regisseur George Armitage ist schon auf dem Weg für das nächste Interview. Und dann muss das ganze ja noch zum fertigen Film zusammengeschnitten werden. Die Postproduktion findet übrigens im Keller des 31-Jährigen statt. Die offiziellen Räumlichkeiten seiner Schwarzseher werden nämlich gerade kernsaniert.

Irgendwie ist das genau der richtige Rahmen für das Oldenburger Filmfest: organisiert, improvisiert, familiär. Die Stars dieser „Five Days in Oldenburg“ wissen es zu schätzen.

Timo Ebbers Ltg. / Online-Redaktion
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