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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

In der Stadt und doch im Wattenmeer

09.05.2009

OLDENBURG Die Oldenburger Meeresbiologen haben viele Besichtigungstermine auf dem Messpfahl im Watt vor Spiekeroog angesetzt. 80 Prozent davon sind ins Wasser gefallen – zu viel Wind, zu viele Wellen. „Ab Windstärke vier wird es zu gefährlich“, erklärt Professor Dr. Jürgen Rullkötter, Direktor des Oldenburger Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM).

Dieses Unterfangen wird Neugierigen nun erleichtert. Seit Freitag kann ein Nachbau der Station vor dem Oldenburger Kulturzentrum PFL besichtigt werden. Oldenburg ist bekanntlich in diesem Jahr „Stadt der Wissenschaft“. Der Nachbau ist Teil des dazugehörigen Leitprojekts „Die Zukunft unserer Küsten – Das Wattenmeer“.

Die Installation ist so knallig gelb wie das Original, dient allerdings als Ausstellungs- und Informationsplattform. Deshalb musste das Bauwerk verändert werden. Aber: Besucher bekommen darin ein originalgetreues Modell des Messpfahls zu sehen.

Zu erkennen ist eine Ansicht des Innenlebens. Da sind zum Beispiel Durchflutungsrohre, in denen im Original Messungen vorgenommen werden. Und von Tauchern angebrachte Außenanlagen sind auch dargestellt. „Für die Taucher wegen der Dunkelheit eine große Herausforderung“, so Rullkötter.

Die Arbeit zum Wattenmeer in und an dem Messpfahl wurde in verschiedenster Weise für Wissensdurstige aufbereitet. In dem gelben Kasten stehen zwei Computer, die Informationen zu Themen wie Küstenschutz oder Wasser liefern. Besucher bekommen aber auch die Möglichkeit, per steuerbarer Webcam das Wattenmeer zu beobachten oder per Hydrophon Wassergeräusche von vorbeifahrenden Kuttern zu hören. Daneben steht auch noch eine Kinderecke bereit. „Damit wollen wir bei Kindern Verständnis für unsere Arbeit wecken“, sagt ICBM-Geschäftsführer Bert Albers.

Darüber hinaus gibt es regelmäßig neue Ausstellungen. „Es lohnt sich, alle 14 Tage herzukommen“, so Albers. Zu dem Leitprojekt gehört aber auch eine Kunstausstellung unter der Leitung von Initiatorin Edda Akkermann in der benachbarten Artothek.

Darin werden Auseinandersetzungen mit den Konflikten zwischen Natur- und Kulturlandschaft geboten: Es gibt Fotos, Internetseiten, Videos, Zeichnungen oder Malerei. Hierfür legten Naturwissenschaftler, Künstler, Schüler und Studenten Hand an.

So wird zum Beispiel gezeigt, was passieren könnte, wenn Oldenburg durch den steigenden Meeresspiegel direkt am Meer liegt. Die passende touristische Werbung wird gleich mitgeliefert.

Der Messpfahl kann bis zum 20. September von Montag bis Freitag zwischen 14 und 19 Uhr und sonnabends von 11 bis 15 Uhr besucht werden. Die Ausstellung in der Artothek ist bis zum 28. Juni mittwochs bis sonntags von 15 bis 19 Uhr zu sehen.

Spezial: www.NWZonline.de/stadtderwissenschaft

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