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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

INITIATIVE KIM: Keine Gnade mit Kinderschändern

08.02.2007

Die Initiatoren sind sich sicher: Die Arbeit des Vereins hat wesentlich zur Veränderung der Gesetzesauslegung beigetragen.

Von Christoph Koopmeiners

VAREL - Wenn Harald Menge aus seinem Küchenfenster im Vareler Ortsteil Langendamm schaut, kann er den Giebel des Hauses sehen, in dem einst Kim Kerkow gewohnt hat. Vor zehn Jahren gründete er zusammen mit dem heutigen Vorsitzenden Hans Sommer und anderen Mitstreitern die „Initiative Kim – Aktion gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen“ in Varel. Vier Wochen vorher, am 9. Januar 1997, war die zehnjährige Kim an der Torhegenhausstraße entführt und einen Tag später ermordet worden.

„Zehn Jahre, die unser Leben maßgeblich bestimmt haben“, sagt Menge, der damals der erste Vorsitzende der „Initiative Kim“ wurde. Heute ist er deren Sprecher und darüber hinaus Bundesvorsitzender des „Forums gegen Gewalt“, in dem sieben Vereine zusammengeschlossen sind, die wie die Vareler Initiative nach ähnlichen Mordfällen entstanden waren.

Es sei zwar ruhig in der Vareler Initiative geworden, räumen Menge und Sommer ein, doch sei ihre Arbeit nach wie vor erforderlich. „Diese zehn Jahre haben wesentlich zur Veränderung der Gesetzesauslegung beigetragen“, sind sie überzeugt. Der im Juni 2005 in Stade wegen zweifachen Kindesmordes zu lebenslangem Freiheitsentzug verurteilte Marc Hoffmann hätte wohl nicht dieses Urteil bekommen, wenn es nicht über Jahre den „Druck der Straße“ gegeben hätte, glauben Menge und Sommer.

Im Gegensatz zu Hoffmann war bei Kim Kerkows Mörder Rolf Diesterweg nicht die besondere Schwere der Schuld festgestellt und die anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet worden. „Während bei Hoffmann ausgeschlossen ist, dass er nach 15 Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen wird, besteht bei Rolf Diesterweg die Gefahr“, sagt Menge.

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Heute sieht die „Initiative Kim“ ihre Hauptaufgabe in der Unterstützung der Präventionsarbeit an Schulen und in Vereinen. Zudem hat sie das Jahr 2012 vor Augen. Dann wird Rolf Diesterweg 15 Jahre im Gefängnis gesessen haben – und kann einen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen. „Unser Ziel ist es, dieses Datum ins Bewusstsein zu bringen und die Menschen zu mobilisieren“, erläutert Menge.

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