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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Kunst: Malerinnen mit Sinn für Strukturen

10.04.2012

OLDENBURGER LAND Mit leidenschaftlicher Energie zieht Gabriele Metasch große Farbbahnen über vielschichtig tiefe Gründe, die sich scheinbar landschaftlich vielgestaltig öffnen. Konturen schneiden aus diesen Farbschichten Formen, nicht zuletzt menschliche Körper, die sich in großer Bewegung befinden, vor allem Emotionalität verströmen.

Gabriele Metasch nutzt die Palette malerischer Möglichkeiten von der zeichnerischen Linie über brüchig erscheinende pastose Strukturen bis zu reinen Farbflächen, die innerhalb der angedeuteten Figuren auch körperliche Bedeutung erhalten. Aber die Künstlerin legt sich nicht fest, sie offeriert dem Betrachter eine Vielfalt an Assoziationen, die durch Titel wie „Animismus“ oder „Serapis“ noch offener wird. Diese Begriffe erinnern an frühe Formen religiöser Wahrnehmung der Seele oder des ägyptischen Osiris-Kultes. Doch verdrängen denkbare Inhalte nicht die gestisch aktive Malerei der Abstraktion (noch bis zum 19. April in der Galerie Art Forum).

Mit dem vieldeutig auslegbaren Titel „Alb-Traumweiber“ öffnet die Jeveraner Künstlerin Brigitte Frehseé den Zugang zu ihren Arbeiten: Aus der Verbindung von Linien und Konturen einerseits und fließenden Farben andererseits entsteht eine lange Folge von schlanken Figuren, die zuweilen Gesten in Haltung und Bewegung zeigen, aber keine Handlungen. Sie erzählen keine Geschichten. Die Künstlerin legt großen Wert auf farbige Stufen im Gefüge aus Körper und freien Farbsetzungen wie auf den Ausdruck von Emotionen, die durch Farben und Haltungen transportiert werden. Der Raum rund um die Figuren wird nicht definiert, er kann sogar entgrenzt werden, eben wie im Traum.

Brigitte Frehseés Ausstellung „Alb-Traumweiber“ ist bis zum 1. Mai in der Sezession Nordwest, Wilhelmshaven, Virchowstraße 37, mittwochs und donnerstags 16–19 Uhr zu besuchen.

Das Besucherzentrum Weltnaturerbe Wattenmeer hat seit der Wiedereröffnung des Hauses mehrfach Künstler der Region vorgestellt. Christa Marxfeld-Paluszak bedankt sich für ihre Ausstellung „Kontraste“ mit Bildern zu anderen Wattenmeeren, von denen es bekanntlich mehrere gibt. Ihre Malerei ist, auch wenn sie thematisch gebunden erscheint, stets so offen, dass sich nicht nur Farben, sondern auch Assoziationen entfalten können, die mit Titeln, gegenständlichen Motiven und handelnden Figuren geweckt werden. Der Titel „Kontraste“ bezieht sich nur zu einem Teil auf die Farben der Bilder. Hauptsächlich spricht Christa Marxfeld-Paluszak damit gesellschaftliche Fragen an. Dabei bleibt es ihr Ziel, Bilder zu malen, die ausgewogen erscheinen und durch ihre Farben wirken.

Unter dem Thema „Kon­traste“ zeigt Christa Marxfeld- Paluszak ihre Malerei im Besucherzentrum, Südstrand 110 b, Wilhelmshaven, bis 2. Mai täglich 10–17 Uhr.

Mit den Bildern der Malerin Arjo Passchier ermöglicht der BBK erneut einen Blick in das Kunstgeschehen der niederländischen Partnerstadt Groningen. Arjo Passchier erarbeitet objekthaft wirkende Bild-Tableaus. Sie schichtet Farben übereinander, ordnet sie in vertikale Streifen, zieht horizontale Strukturen oder setzt kreisrunde Ornament- Formen auf die Bildfläche. In anderen Werken trägt diese lineare Struktur Grate. Diese sauber aufzulegen, verlangt Geduld und schließt Heftigkeit aus. Die Arbeiten wirken wegen ihrer scheinbaren Gleichförmigkeit und Systematik. Doch in der Feinzeichnung zeigt sich, dass die Ränder, Grate und Linien der Strukturelemente durchaus emotionale Lockerheit besitzen. Die Bilder haben demnach auch eine spannende Nahsicht, in der die Unebenheiten und punktuellen Unterschiedlichkeiten auf einer Fläche sichtbar werden. Die Künstlerin arbeitet erstaunlich unkonventionell mit Hilfsmitteln wie Injektionsspritzen, Klebespachteln und Palettenmesser, um das Tastbare der Strukturformen herauszubilden und die Festigkeit der Bildobjekte zu sichern. Diese haben ihren eigenen Reiz (bis 22. April).

Galerie Art Forum Oldenburg

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