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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Mit Notkoffer durch die brennende Stadt

20.09.2012

Oldenburg Eine bewegende und äußerst spannende Vorlesung erlebten 600 Kinder zum Abschluss des Herbstsemesters in der Oldenburger Universität. Juniorprofessor Dr. Malte Thießen brachte seinen jungen Studenten ein schwieriges Thema leicht verständlich näher: „Aufwachsen, während der Krieg tobt – Wie Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebt haben.“

„Kinder sehen genauer hin, sie beobachten anders“, erklärte Thießen seinen wissbegierigen Zuhörern. Mitgebracht hatte er ihnen das Berichtheftchen eines Jungen namens Alfred, der als Siebenjähriger 1943 die Bombardierung in Hamburg erlebt und aufgeschrieben hatte.

Fynn Kankel (12) vom Jugendclub des Staatstheaters und Schauspielerin Franziska Vondrlik spielten einige dramatische Szenen nach. Zu heulenden Sirenen und flackerndem Licht flüchten sie zunächst in den Luftschutzkeller. Doch ihr Haus wird von einer Bombe getroffen und so irren sie mit ihren Notkoffern durch die brennende Stadt.

Daneben erklärte der Historiker anhand von Alfreds Zeichnungen und schwarz-weißen Fotos den Zweiten Weltkrieg behutsam, aber ungeschönt. Im Audimax war es auffallend still, weil alle so gebannt zuhörten. In den beiden Fragerunden zeigten die kleinen Studenten großes Interesse: Warum ist der Krieg ausgebrochen? Wer sorgte dafür, dass er aufhörte? Hast du schon einmal eine Bombe ausgegraben?

All dies wollten sie von ihrem Professor wissen. Malte Thießen beantwortete jede Frage ausführlich, „auch wenn wir für manche eine extra Vorlesung bräuchten“. Die nächste gibt es im kommenden Frühjahr. Maskottchen Kuni macht jetzt Ferien.

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