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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

„Kirche ohne Tat nur Geschwätz“

09.03.2019

Oldenburg Wenn in der Kirche über Sparen gesprochen werden muss – darf es dann auch um diakonische Aufgaben, nämlich den Einsatz für die Schwachen in der Gesellschaft, gehen? Wie vertragen sich wirtschaftliche Zwänge mit dem Gebot der Nächstenliebe? Um dieses Spannungsfeld von Kirche und Diakonie, von theologischen Fragen und praktischem Handeln ging es auf dem 24. Abend der Begegnung, zu dem das Diakonische Werk der evangelischen Kirche im Oldenburger Land etwa 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie diakonischen Arbeitsbereichen in den Alten Landtag nach Oldenburg eingeladen hatte.

Mit Thomas Feld und Christoph Künkel beleuchteten zwei hochkarätige diakonische Experten in einem Dialogvortrag die Situation. Thomas Feld ist seit zehn Jahren theologischer Vorstand des Diakonischen Werks Oldenburg, und Christoph Künkel hat viele Jahre das Diakonische Werk in Niedersachsen geleitet, mit dem die Oldenburger Diakonie eng kooperiert. Ihr Vortrag war ein Appell an Kirche und Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass Notleidenden geholfen werden kann.

Dabei gehörten Kirche und Diakonie untrennbar zusammen: „Kirche ohne Tat ist nur Geschwätz, und Diakonie ohne das göttliche Wort ist nur Getue.“ Zwar unterliege die diakonische Arbeit für Wohnungslose, die Schuldner-, Schwangerschafts- und Konfliktberatungen sowie die Sozialberatung und Flüchtlingshilfe auch wirtschaftlichen Zwängen, doch müsse jedem klar sein, dass man mit Armut kein Geld verdienen könne.

Als Beispiel für dringend notwendiges Engagement nannte Feld die Weihnachtsaktion der „Nordwest-Zeitung“. Als mit den Spendengeldern der NWZ-Leser bedürftige Schulkinder unterstützt worden seien, habe man anhand der explodierenden Nachfrage festgestellt, wie groß das Ausmaß der Not finanzschwacher Familien sei. Inzwischen hätten Diakonie und Caritas die Bundespolitik für das Thema sensibilisieren können.

Die Bedeutung der Diakonie hatte zu Beginn des Abends auch der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit unterstrichen. Im Einsatz für die Menschen gebe es durchaus noch „Luft nach oben“. Als Beispiel nannte er „die nicht gerechte Bezahlung von Mitarbeitenden in pflegenden und anderen sozialen Berufen“.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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