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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Plattart-Festival: Grenzenlos und kakelbunt

25.03.2019

Oldenburg Der Norddeutsche freut sich in der Regel mehr innerlich. Höflicher Beifall hier und ein paar Lacher da – das ist Ausdruck größter Begeisterung und muss reichen. Ganz anders bei der Plattart-Gala am Freitagabend zur Eröffnung des niederdeutschen Kulturfestivals der Oldenburgischen Landschaft im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters: Das zweistündige Programm gab einen schwungvollen und mitreißenden Vorgeschmack auf 40 Veranstaltungen für Kopf, Herz und Seele an verschiedenen Orten im Oldenburger Land. Der Wunsch von Moderatorin Annie Heger, dass die Besucher am Ende anders rausgehen als sie reingekommen sind, ging in Erfüllung.

An Hegers Seite gab Yared Dibaba sein Plattart-Debüt. Für den 49-jährigen NDR-Moderator und Schauspieler war es so was wie ein Heimspiel. Der gebürtige Äthiopier ist in Falkenburg im Landkreis Oldenburg aufgewachsen. Dem Publikum verriet er, dass er an diesem Abend neben der wortgewandten Annie Heger mit fünf Wörtern auskommen werde: Moin, jo, nützt ja nix. Am Ende wurden es dann doch einige mehr – zum Glück.

Das Plattart-Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wi sünd so free“. Anlass ist der Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren. Mit der plattdeutschen Sprache Grenzen zu überwinden und sich auf Gemeinsames zu besinnen – das ist die Botschaft des Festivals. Deutliche Worte fanden in diesem Sinne der stimmgewaltige Meckerkring (der Plattart-Beschwerdechor) unter der Leitung von Insina Lüschen, die Poetry Slammerin und Dramaturgin des Festivals, Gesche Gloystein, die Schauspielerin Sabine Kaack, weltmeisterlich begleitet an der Mundharmonika (Snutenhobel) von Ben Heuer, und Petra Bohlen von der August-Hinrichs-Bühne. Die Punkrockband „De Schkandolmakers“ brachte das Kleine Haus auch unplugged (utstöpselt) zum Beben, und ebenso begeistert gefeiert wurde Karla Feles, genannt Feli. Die fidele Rentnerin aus Hamburg legte einen rattenscharfen Auftritt hin.

Lange nachklingen dürften das Lied „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen, ins Plattdeutsche übertragen von Annie Heger und stimmungsvoll im Rudel gesungen, und natürlich das grandiose Finale mit vielen bunten Luftballons und der Botschaft „Wi sünd een“ im Rap-Rhythmus. So vielseitig (kakelbunt) ist Plattdeutsch.

Das Plattart-Festival endet am 31. März.

Lore Timme-Hänsel Redakteurin / Kulturredaktion
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