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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Blick in eine faszinierende Welt

13.09.2019

Oldenburg /im Nordwesten Was der Frankfurter Flughafen für die Luftfahrt ist, ist das niedersächsische Wattenmeer für Zugvögel: ein extrem wichtiger Knotenpunkt. Millionen von Vögeln werden in den kommenden Wochen wieder an der Küste erwartet. In dem weltweit einzigartigen Gebiet finden sie ideale Bedingungen, um sich in Ruhe genügend Fettreserven für die Reise entlang der ostatlantischen Route in den Süden anzufuttern und die Energiereserven wieder aufzuladen. Das Naturspektakel wird auch Tausende Besucher anlocken.

Nationalparkleiter Peter Südbeck im TV-Interview. (Foto: Ahlers)

Für sie hat die Nationalparkverwaltung in Kooperation mit zahlreichen Institutionen die elften Zugvogeltage organisiert. Vom 12. bis zum 20. Oktober wird so die Bedeutung des Unesco-Weltnaturerbes für den internationalen Vogelzug in den Fokus gestellt. „Wir wollen Berührungen schaffen und die Faszination dieses Gebietes verdeutlichen“, sagte der Leiter der Nationalparkverwaltung, Peter Südbeck, am Donnerstag im Oldenburger Landesmuseum Natur und Mensch. Dafür hat sein Team rund 300 Programmpunkte im gesamten Nordwesten – von Cuxhaven bis Borkum – ausgearbeitet.

Besucher können beispielsweise am Vareler Vogelturm, am Leuchtturm in Pilsum oder auch in Cuxhaven, Norderney und Norddeich stationäre Beobachtungspunkte ansteuern. Täglich von 10 bis 17 Uhr sind dort Vogelexperten mit starken Ferngläsern vor Ort und unterstützen Interessierte. Wer dort aufgestellte QR-Codes scannt, kann sehen, welche Vögel an der Station bereits entdeckt wurden.

Des Weiteren sollen Vorträge, Fahrradtouren, Schiffsfahrten, kulinarische und kulturelle Angebote oder auch Wattwanderungen Interessiere für die Zugvögel und den Lebensraum Wattenmeer sensibilisieren. Für Kinder gibt es zudem einen Mal-Wettbewerb und viele Mitmach-Aktionen.

Durch die Trauerente – dem diesjährigen Titelvogel – rückt erstmals auch das offene Meer in den Mittelpunkt: Nördlich der Ostfriesischen Inseln überwintern jährlich bis zu 60 000 der Tiere auf hoher See und ernähren sich von Muscheln, die in bis zu 20 Metern Tiefe liegen. Durch Offshore-, Gas- und Ölförderanlagen hat sich der Lebensraum in den 15 Jahren allerdings massiv verändert, erklärt Peter Südbeck: „Viele Zugvögel meiden deshalb die Gebiete“. Eine weitere Rolle spielt die Nahrung, vor allem Plastikmüll ist ein „Riesenthema“. Aber auch Mikropartikel, die über Muscheln in die Mägen der Vögel gelangen, sind Problematisch. Zudem trägt der Klimawandel seinen Teil bei: Neue Muschelarten siedeln sich an und durch das wärmere Wasser werden die Muschelschalen dicker. „Wir wollen auf die Umweltgefahren und den Wandel aufmerksam machen“, sagt Südbeck.

Mit der Trauerente ist das diesjährige Partnerland Estland verbunden, für das es erstmals ein Reiseangebot gibt. Wie viele andere Zugvögel kommen die Flugenten vom nördlichsten Staat des Baltikums aus an die Nordseeküste. Für Peter Südbeck macht das deutlich: „Alle Regionen hängen zusammen, das ist auch die Botschaft der Zugvogeltage.“

Die Wichtigsten Programmpunkte zu den Zugvogeltagen

Zugvogeltage-Aviathlon: Bei dem Wettbewerb gewinnt die Insel oder Region, in der die meisten Vogelarten gezählt werden. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 222 Vogelarten gesichtet.

Die Gewinner werden beim Zugvogelfest am Sonntag, 20. Oktober, in Horumersiel gekürt. Von 10 bis 18 Uhr wird dort im Haus des Gastes ein vielseitiges Programm geboten, das von Aktionen für Kinder bis hin zu einer Messe von Fernglas-Herstellern reicht. Der Eintritt ist frei.

Zugvogelmusik wird bereits an diesem Freitag, 13. September, im Neuen Theater Emden zu hören sein. Künstler zeigen dort ab 18.30 Uhr den Weg von acht Zugvogelarten auf. Karten gibt es noch ab 28 Euro an der Abendkasse.

Das Zugvogeltheater „Solange die Flügel tragen“ der Junge Landesbühne Wilhelmshaven wird täglich an einem anderen Spielort aufgeführt. Franz Fendt spielt den Schweizer Kultur- und Vogelfreund Adrian Fritz. Der Eintritt kostet acht Euro.

Die Programmhefte erhalten Sie kostenlos bei der Nationalparkverwaltung oder unter

Weitere Infos unter: zugvogeltage.de/aviathlon-867863

Infos unter bit.ly/2kc1loi

    ww.zugvogeltage.de

Christian Ahlers Redakteur / Online-Redaktion
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