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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Museum nimmt Gäste mit auf Zeitreise

27.03.2018

Oldenburg Das Leben sibirischer Schamanen thematisiert die aktuelle Sonderschau im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg. Anhand von Alltags- und Ritualgegenständen zeichnet die Ausstellung „Schamanen – Jäger und Heiler Sibiriens“ den Weg eines Berufenen von seiner Geburt bis zu seinem Wirken nach. Zentrales Objekt ist ein Schamanenkostüm mit Hut, Trommel, Amuletten, Kultfiguren und Heilpflanzen.

Extreme Natur

Gewährt werden Einblicke in die Aufgaben des Schamanen als Heilkundiger, Wahrsager, Opferzeremonienmeister, Seelenführer, Dichter und Sänger. Bei den indigenen Völkern Sibiriens sei die religiös-magische Weltsicht des Schamanismus besonders tief verwurzelt und bis heute verbreitet, betont Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke. Die extreme Natur forderte die Menschen heraus. Um überleben zu können, suchten sie den spirituellen Dialog mit ihr.

Gezeigt wird zudem, wie der Schamanismus weltweit und auch in Deutschland bis heute fortlebt. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Reiss-Engelhorn Museen Mannheim (rem) und dem Neanderthal Museum in Mettmann entstanden und bis zum 16. September zu sehen.

26 Großposter zur Flut

Noch bis zum 15. April läuft die neue Sonderausstellung „300 Jahre Weihnachtsflut – Die verheerende Sturmflut von 1717“. Im Dezember 2017 jährte sich die verheerende Weihnachtsflut von 1717 zum dreihundertsten Mal. Das war für die Akademie Dangast – Kunst & Natur e.V. Anlass, die Initiative für eine Ausstellung zu ergreifen, die nun auch im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg gezeigt wird. 26 Großposter präsentieren den Ablauf dieser Flut, beschreiben die Zahl der Opfer und den Umfang der Schäden in den einzelnen Regionen und Orten entlang der Küste, Augenzeugen berichten in Briefen von der Not der Bevölkerung.

Ebenfalls vorgestellt werden Albert Brahms aus Sande und Anton Günther von Münnich aus Neuenhuntorf, Personen, die sich mit der Schadensbeseitigung der Sturmfluten befassten. Anton Günther von Münnich war sowohl in der Grafschaft Oldenburg als auch in Ostfriesland tätig. Weiter vorgestellt werden die Pastoren Johann Friderich Jansen aus Neuende und Johann Christian Hekelius aus Resterhafe bei Dornum. Beide haben die Flut und deren Folgen persönlich erlebt und geben in ihren Büchern eine Deutung der Ereignisse entsprechend der damals vorherrschenden theologischen Meinung. Es wird eine Einordnung in die Katastrophenfluten und Sturmfluten seit dem ersten authentischen Sturmflutbericht im 12. Jahrhundert bis heute vorgenommen.


     www.naturundmensch.de 
Lars Laue
Korrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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