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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

In Zukunft geht Museum anders

23.01.2019

Oldenburg Der Besucherschwund im Oldenburger Landesmuseum Natur und Mensch ist gestoppt. Ein Jahr nach dem Dienstantritt der neuen Direktorin, Dr. Ursula Warnke, konnte die Einrichtung am Dienstag ein Besucherplus von 16 Prozent vorweisen. Etwa 29 000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr die verschiedenen Ausstellungen und Aktionen des Museums im Gerichtsviertel, 4000 mehr als in 2017.

Die neue Chefin, die bei ihrem Dienstantritt eine Trendwende bei den Besucherzahlen als Ziel angegeben hatte, zeigte sich denn auch „zufrieden“ mit der Entwicklung. Doch das soll nur der Anfang sein. „Unser Ziel ist es“, so Warnke, „neue Zielgruppen ins Museum zu holen.“ Um dies zu erreichen, will das Museum in seinen Räumen unter anderem Diskussionen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen wie dem Wolf oder dem Insektensterben veranstalten.

Mit Abstand wichtigstes Thema wird in den nächsten Jahren jedoch die Digitalisierung sein. Geplant ist, dass Studenten ein 3-D-Modell des Gebäudes erstellen und auf dieser Basis ein neues Raumkonzept für das Museum entwickeln. Und auch die umfangreichen Lagerbestände sollen endlich digital erfasst werden, damit Forscher in aller Welt über das Internet in Oldenburg gezielt nach für sie interessanten Fundstücken suchen können.

Besonders stolz ist die Direktorin in diesem Zusammenhang auf die riesige Insektensammlung des Museums. Die sei ein „Schatz für die Forschung“, schwärmt Warnke, und verweist auf etwa 150 Insekten im Bestand, mit denen erstmals eine neue Art beschrieben wurde. Da anhand dieser Tiere bis heute neue Funde bestimmt werden, sollen auch sie dreidimensional eingescannt und auf diese Weise der gesamten Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden. „Dieses kooperative Forschen ist die Zukunft“, so Warnke.

Um auch in Zukunft neues Material einlagern zu können, benötigt das Landesmuseum allerdings mehr Platz. Vor allem Magazinräume fehlen, klagt Warnke, die auch den baulichen Zustand des Gebäudes bemängelt. Wegen der klimatischen Verhältnisse seien die Räume für archäologische Funde nicht geeignet, und die Bestände auf verschiedene Städte zu verteilen, sei keine gute Idee. Für Warnke steht daher fest: „Wir brauchen eine Oldenburger Lösung.“

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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