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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Bischofsamt soll kommendes Jahr neu besetzt werden

27.11.2017

Oldenburg /Rastede Das nach dem überraschenden Rücktritt von Bischof Jan Janssen seit Donnerstag vakante Bischofsamt der evangelischen Kirche im Oldenburger Land soll möglichst noch im Jahr 2018 neu besetzt werden. Die Synode will die entsprechenden Weichen auf einer außerordentlichen Tagung im Januar stellen.

Bis Ende Januar ist der zurückgetretene Bischof Janssen als Pfarrer mit der Bischofsvertretung beauftragt worden. Janssen berichtete am Sonnabend nach Abschluss der Herbsttagung des Kirchenparlaments von vielen „freundlichen Reaktionen“ auf seinen Rücktritt, so dass er sich in seiner Entscheidung „gut getragen“ fühle.

Wie Synodenpräsidentin Sabine Blütchen mitteilte, stünden im Januar auch Grundsatzfragen über die künftige Gestaltung des Oldenburger Bischofsamtes auf der Tagesordnung. Nach NWZ-Informationen ist vorgesehen, dass die 60 Synodenmitglieder sich in einer nichtöffentlichen Sitzung unter anderem darüber austauschen, ob das Amt wie bisher auf Lebenszeit ausgeschrieben wird oder zukünftig zeitlich begrenzt werden soll.

Außerdem soll diskutiert werden, welche Anforderungen an den neuen Bischof oder eine künftige Bischöfin gestellt werden. Soll jemand gesucht werden, dem besonders hohe Organisationskompetenz unterstellt wird – also ein Verwaltungsexperte? Oder besser jemand, dem Verkündigung und Seelsorge besonders am Herzen liegt? Soll es jemand mit großem Erfahrungsschatz sein, der gewissermaßen für eine Übergangszeit den Start in die Zukunft mitgestaltet? Oder wieder eine jüngere Person, die sich aktiv in den Prozess der Neugestaltung einbringen kann?

Dass es in der oldenburgischen Kirche derzeit eine Reihe von offenen Baustellen gebe, muss für eine Neubesetzung des Bischofsamtes nach Ansicht von Synodenpräsidentin Blütchen kein Mangel sein. Dies bedeute schließlich, dass noch nicht alles zementiert sei und es noch die Möglichkeit gebe, die Dinge mitzugestalten.

Sollte alles nach Plan laufen, könnte der neunköpfige Wahlausschuss, dem vier Theologen und fünf Laien angehören, so rechtzeitig personelle Vorschläge vorlegen, dass die Wahl schon auf der Mai-Tagung der Synode stattfinden kann.

Zufrieden äußerte sich der Finanzausschuss-Vorsitzende Manfred Pfaus (Accum) über die einmütige Verabschiedung des 89-Millionen-Euro-Haushalts.