• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
Audi-Chef Rupert Stadler festgenommen
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 32 Minuten.

Volkswagen Bestätigt
Audi-Chef Rupert Stadler festgenommen

NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Wenn Kirche Undenkbares denkt

29.05.2018

Oldenburg Erleichterung für den Augenblick, aber keine wirkliche Zufriedenheit. Die Stimmungslage der Verantwortlichen für die evangelische Kirche im Oldenburger Land ist nicht eindeutig. Einerseits wurden auf der Synodentagung am Donnerstag und Freitag in Rastede wichtige Vorentscheidungen für die Zukunft der Kirche getroffen, andererseits stehen gravierende Folgeentscheidungen noch aus. Die Punkte, die wirklich schmerzhaften Punkte müssen noch beraten und entschieden werden. Einige mögliche Antworten auf offene Fragen scheinen undenkbar, es gibt aber durchaus die Bereitschaft, auch über das scheinbar Undenkbare nachzudenken. Wir listen einige Themenbereiche auf, die noch geklärt werden müssen.

Personalfragen

Am 22. September soll eine neue Bischöfin oder ein Bischof und im November ein theologisches Mitglied des Oberkirchenrats gewählt werden. Der Vorbereitungsausschuss hat es nicht leicht, weil zum einen weniger Frauen als gewünscht für die Nachfolge des zurückgetretenen Bischofs Jan Janssen infrage kommen und weil zum anderen zwei weitere evangelische Kirchen in Deutschland auf Bischofssuche sind. In diesem Zusammenhang wurde am Rande der Synode hinter vorgehaltener auch scheinbar Undenkbares ausgesprochen: Könnte nicht auch der augenblickliche Vertreter im Bischofsamt, Thomas Adomeit, ein chancenreicher Kandidat sein? Was gegen ihn spräche, nämlich die extreme Verwurzelung in der Kirche, wird gleichzeitig als ein Vorteil angesehen. Für seine bisherige Amtsführung erhält er jedenfalls Bestnoten – und bis zum 10. August könnte ein entsprechender Vorschlag aus der Synode vorgelegt werden. Eine weitere wichtige Personalie ist auf der November-Tagung der Synode die Entscheidung über die Stelle eines theologischen Mitglieds im Oberkirchenrat. Die Position wurde neu ausgeschrieben. Nach dem 15. Juni sollen die Bewerbungsgespräche geführt werden, wobei damit gerechnet wird, dass Oberkirchenrätin Annette-Christine Lenk als derzeitige Stelleninhaberin zu dem Bewerberkreis gehören wird.

Pfarrstellen

Nach dem Grundsatzbeschluss, die Zahl der Pfarrstellen auf 173 im Jahr 2030 zu senken und einen Anteil von 80 Prozent in der Gemeindearbeit einzusetzen, muss entschieden werden, wer über die restlichen 20 Prozent zu befinden hat. Noch ist offen, wie die Machtverteilung zwischen der zentralen Kirchenleitungen und den sechs Kirchenkreisen vorgenommen wird. Betroffen sind kirchliche Handlungsfelder, die über die Gemeinden hinausgehen. Was beispielsweise aus der Seemannsmission, speziellen Sonderseelsorgestellen oder der Akademiearbeit werden soll, ist noch offen.

Jugendarbeit

40 Diakone sollen langfristig für Kinder und Jugendliche arbeiten. Noch nicht entschieden ist, wie die Dienst- und Fachaufsicht geregelt wird. Stärkere Steuerung durch das zentrale Landesjugendpfarramt oder mehr Entscheidungsraum in den Kirchenkreisen?

Tagungshäuser

Mit dem Bildungszentrum in Rastede und dem Jugendgästehaus Ahlhorn verfügt die evangelische Kirche im Oldenburger Land über zwei Tagungshäuser, die ohne Zuschüsse nicht auskommen können. Die schmerzhafte Entscheidung wird sein, festzulegen, ob eines der beiden Häuser aufgegeben werden muss – und wenn ja, welches von beiden? Ahlhorn oder Rastede?

Eine spezielle Arbeitsgruppe untersucht weiterhin das Zusammenspiel der Diakonischen Werke in den Kirchenkreisen mit dem zentralen Diakonischen Werk. Welche Konsequenzen daraus entstehen können, ist noch ungeklärt.

Verwaltung

Wenn bei der Verwaltung Geld eingespart werden soll, könnte es zu einer Diskussion über die Gesamtstruktur der Verwaltung kommen. Werden die sechs Kirchenkreise auf drei verringert? Soll es nur noch eine zentrale Verwaltung geben? Wo wäre die anzusiedeln? Eine Möglichkeit wäre ein kompletter Neubau auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Oldenburg. Dieser Plan gehört für viele zu den undenkbaren Dingen. Aber wenn doch über das scheinbar Undenkbare nachgedacht wird?

Jürgen Westerhoff
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2055

Weitere Nachrichten:

Bildungszentrum | Diakonie

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.