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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Heftige Kritik an Plänen des Oldenburgischen Staatstheaters

25.10.2018

Oldenburg Das Oldenburger Staatstheater will den Mordprozess um den Ex-Krankenpfleger Niels Högel als Dokumentarstück auf die Bühne bringen. Regisseurin Julia Roesler, Schauspieler, Musiker und weitere Mitglieder der „Werkgruppe2“ wollen den am 30. Oktober beginnenden Prozess um die größte Tötungsserie im Nachkriegsdeutschland begleiten, wie das Theater mitteilte. Dabei wollen sie mit Zeugen und Angehörigen sprechen.

Ziel des Projektes sei, die Ereignisse aus der Perspektive der Angehörigen und der überlebenden Opfer zu erzählen. So solle eine Form des öffentlichen Erinnerns geschaffen werden. Die Uraufführung des Theaterprojekts „Der Fall H.“ sei für Februar 2020 in Oldenburg geplant, hieß es. Die „Werkgruppe2“ inszeniere seit zehn Jahren dokumentarische Werke, in denen die soziale Wirklichkeit von Minderheiten beschrieben wird, die sonst nur selten oder gar nicht an die Öffentlichkeit gelange.

Der Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, Johann Kühme, sieht das Projekt kritisch: „Bei allen Medienformaten, bei denen gleichzeitig auch Niels Högel als Mensch und mit seiner Geschichte in den Fokus der Darstellung kommt, beteiligt sich die Polizei nicht. Er ist angeklagt, weil er Menschen umgebracht hat, um sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Auch wenn eine mögliche Theaterinszenierung die Opfer und Angehörigen in den Blickpunkt stellt, wird sie sich auch mit dem Täter Högel beschäftigen und ihm so zumindest mittelbar eine weitere Plattform bieten. Dies sehe ich sehr kritisch. Vor allem habe ich Zweifel, ob ein derartiges Vorhaben überhaupt im Sinne der Angehörigen ist.“

Auch auf der Facebookseite von NWZonline hatte es eine heftige Diskussion zu dem Projekt gegeben. Vor allem kritisierten die Facebook-Nutzer, dass keine Rücksicht auf die Gefühle der Angehörigen genommen würde. „Schrecklich, wollen die den Angehörigen weiteren Schmerz und Leid antun?“ hieß es. „Unmöglich, da fällt mir echt nichts zu ein. Ein Schlag ins Gesicht für jeden Angehörigen, dass mit dem Mord an deren Lieben nun Kasse gemacht wird“, schrieb ein weiterer Nutzer.

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