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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Bei Plastik-Waffen hört der Narren-Spaß auf

23.02.2017

Ganderkesee /Lastrup /Varel /Osnabrück Die Polizei hat angekündigt, beim Fasching in Ganderkesee nicht nur mehr Präsenz zu zeigen, sondern auch offen ihre Maschinenpistolen. Besucher des närrischen Trubels am Sonnabend sollten indes möglichst auf alles verzichten, was einer Waffe ähnlich sieht – auch wenn es sich um Dekoration handelt, die zum Kostüm gehört.

„Wir appellieren an alle, die zum Fasching kommen, auf militärisch anmutende Kleidung und naturgetreu aussehende Waffen zu verzichten“, betont Timo Vetter, Sprecher der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV), die den Fasching organisiert. Es soll gar nicht erst zu heiklen Situationen kommen, wenn etwa ein als Polizist verkleideter Narr mit der Spielzeugpistole herumfuchtelt. „Das finden wir nicht witzig“, sagt Vetter.

Weitere Umzüge in der Region

In Lastrup werden zum diesjährigen Karneval Zehntausende erwartet. Der große Festumzug startet am Sonntag, 26. Februar, um 14.11 Uhr. Ab 13 Uhr finden sich dazu die Motivwagen und Fußgruppen am Unnerweg ein.

Bühren in der Gemeinde Emstek erwartet am Sonntag, 26. Februar, an die 5000 Besucher. Der Zug setzt sich um 11.11 Uhr in Bewegung.

Über 60 Festwagen und Gruppen ziehen beim Karnevalsumzug durch Varel. Los geht es am Samstag, 25. Februar, um 13.11 Uhr beim Brauhaus-Hotel in Dangastermoor.

Und der Sicherheitsdienst versteht ohnehin wenig Spaß in Ganderkesee: Seit Jahren wird beim Einlass ins Festzelt alles einkassiert, was nach Waffe aussieht oder auch als solche verwendet werden könnte. Wer als Steinzeitmensch kostümiert ist oder als Ritter, muss Gummikeule oder Plastikschwert abgeben – und bekommt es hinterher in der Regel auch nicht wieder.

Gleichwohl sollen die Sicherheitsvorkehrungen beim Fasching nicht die Narrenlaune trüben. Mehr als 100 Gruppen, gut ein Drittel davon mit aufwendig gebauten Festwagen, macht sich an diesem Sonnabend um 14 Uhr auf den Weg über die 3,5 Kilometer lange Umzugsstrecke. Mit fast 4000 Teilnehmern ist der närrische Lindwurm so groß wie nie zuvor.

Zehntausende Zuschauer werden in Ganderkesee erwartet, die sich nach Umzugsende gegen 16.30 Uhr auf die Partys im Festzelt und den örtlichen Lokalen verteilen. Aus Delmenhorst, Hude und Bremen fahren Sonderbusse nach Ganderkesee.

Auch in Osnabrück bittet die Polizei wegen der allgemein erhöhten Terrorgefahr darum, dass beim Ossensamstags-Umzug keine Attrappen von Gewehren, Pistolen, Bomben oder Munitionsgürtel mitgebracht werden. Der Aufruf diene allerdings dazu, Missverständnissen vorzubeugen, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe keine Hinweise auf eine gefährliche Lage.

In Lastrup dagegen können Cowboys, Piraten und Panzerknacker unbeschwert ihre Spielzeugwaffen mitnehmen. „Wir sehen die Problematik hier nicht so“, sagt Zugleiter Winfried Berger. Am Eingang des Umzuges gäbe es zwar Kontrollen, aber Spielzeugwaffen würden den Besuchern nicht abgenommen. „Im Festzelt werden die Betreiber die Cowboys mit ihren Plastikpistolen sicher auch nicht entwaffnen“, sagt Berger.

Auch in Varel blickt Karnevalspräsidentin Gudrun Uhr entspannt auf ihren Umzug – gerne auch mit Wasserpistole oder Plastikgewehr. „Das sind ja Kinder und welches Kind verkleidet sich nicht gerne als Polizist oder Feuerwehrmann“, sagt Uhr. „Im beschaulichen Varel sehe ich da keine Bedrohung“, sagt Uhr.

Hergen Schelling
Agentur Schelling (Leitung)
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2741
Lina Brunnée
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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