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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Regen abschütteln – und Warten auf „Green Day“

24.06.2017

Scheeßel Dicke, schwere Wolken hängen auch am Freitag über dem Eichenring in Scheeßel. Vögel zwitschern, leise dringen Liedfetzen von Rammstein aus den Boxen der Zeltnachbarn, es riecht nach gegrilltem Speck. Plötzlich heult eine Sirene los. Ein Blick auf die Hurricane-App verrät: Das war der Test des neuen Alarmsystems, der im Notfall möglichst schnell alle Besucher erreichen soll. Hat geklappt - wenn auch deutlich leiser, als ich es vermutet hätte.

Wie so oft hat das Hurricane am Donnerstag mit einem Unwetter begonnen - was ein mittelschweres Chaos bei der Anreise nach sich zog. Nachdem die Campingplätze erst drei Stunden später als geplant geöffnet wurden - und teils unter Wasser oder völlig vermatscht waren - ging der große Ansturm auf die besten Zeltplätze los. Nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, darf bleiben“ markierten die Neusiedler ihre Reviere mit Heringen und Zeltplanen. Und als kein Platz mehr da war, manövrierten die Camper die äußeren Bauzäune des Zeltgeländes einfach um ein paar Meter weiter nach hinten. Die Festival-Imperialisten nehmen sich Platz, wo keiner mehr ist. Auch in Rettungsgassen wurden Zelte aufgeschlagen.

In der Nacht hat es zum Glück kaum geregnet. Wettertechnisch ist es zwar noch nicht so schlimm wie im letzten Jahr, als man auf dem Zeltgelände am besten mit Schlauchbooten vorwärts kam. Dennoch gehören auch dieses Jahr vorerst Gummistiefel und Regenjacke zur Grundausrüstung.

Tipps für den Hurricane-Freitag

Das Programm beginnt am Freitagnachmittag mit einem besonderen Schmankerl: Um 14.15 Uhr wird auf der Green Stage, der größten Bühne auf dem Festival, das Lied „Am sichersten seid ihr im Auto“ performt. Dieser Song wurde nach dem Schlechtwetter-Hurricane im vergangenen Jahr - dem alle zuvor dagewesenen Schlechtwetter-Hurricanes nicht das Wasser reichen konnten (pun intended!) - in Kooperation vom Hurricane-eigenen Radiosender und den „Überlebenden“ der Austragung 2016, dem #HurricaneSwimTeam, komponiert.

Ab 15 Uhr beginnen dann auf allen vier Bühnen die Bands, und schon um 16 Uhr gibt es den ersten Pflichttermin für alle, die Spaß an zünftigem Rock’n’Roll haben: Danko Jones spielen auf der Green Stage. Das kanadische Trio lässt es mit rauen Riffs und rauer Stimme richtig krachen und versetzt euch garantiert in richtige Rockfestival-Stimmung.

Wer es ruhiger mag, dem sei Gloria ans Herz gelegt. Das Pop-Duo mit dem Oldenburger Fernseh-Entertainer Klaas Heufer-Umlauf ist um 17 Uhr auf der White Stage zu sehen. Auch die werde ich mir nicht entgehen lassen.

Nicht verpassen solltet ihr Flogging Molly (18.25 Uhr/Green Stage). Ihre Musik vermittelt das Gefühl, in einer irischen Kneipe zu sein, und sorgt einfach für (t)i(e)risch gute Stimmung. Da werden nicht nur regelmäßige Pub-Gänger das Tanzbein schwingen.

Volle Dröhnung „Green Day“

Als erster großer Headliner darf Green Day laut Timetable ab 22 Uhr für satte zweieinhalb Stunden - passenderweise - die Green Stage bespielen. Zwar ist die ganz große Zeit der Rock’n’Roll-Hall-of-Famer sicher vorüber, doch kann die vor 30 jahren gegründete Band aus einer reichhaltigen Diskographie schöpfen und einen Mix aus den früheren Punk-Stücken der 90er wie „Basket Case“ und „When I come around“ sowie den ruhigeren Rock-Balladen wie „When September ends“ und „Boulevard of broken dreams“ anbieten.

Für eine Alternative zu diesem Punk/Rock-Programm sorgt Rapper und Popsänger Clueso (22.30 Uhr/Blue Stage).

Anschließend klingt der Abend auf dem Open-Air-Gelände ruhig aus: Die US-Indierockband Imagine Dragons (0.30 Uhr/Blue Stage) und die deutsche Elektro-Pop-Gruppe Frittenbude (1 Uhr/Red Stage) beschließen den Freitagabend. Beide Bands sind bestens geeignet, um den ersten Festivaltag bei Musik zu beenden, die einfach schön anzuhören ist. Bleibt zu hoffen, dass die Konzerte auch alle stattfinden...

Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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