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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Reiseziele jenseits aller Hektik

17.07.2010

GOSLAR Von der modernen Welt mit all ihrer Hektik fehlt hier jede Spur: Wenn Stadtführer Wilfried Ristau Besucher durch die Klosterbrennerei Wöltingerode führt, präsentiert er stolz die Dampfmaschine von 1894, die noch immer für die Produktion genutzt wird. Der aromatische Quittenlikör „Louisa“ entsteht mit ihrer Hilfe, ebenso der scharfe Ingwerlikör „Schwester Regula“. In der Krypta der Klosterkirche können Besucher davon probieren.

Erlebnisse wie diese werden Harz-Besuchern außer von der Klosterbrennerei Wöltingerode auch vom Zisterzienserkloster Walkenried und den Klöstern Michael-stein und Drübeck geboten. Die Orte sind Schauplätze des gemeinsamen Kulturfestes „HarzerKlosterSommer“, das in der Harzregion Niedersachsens und Sachsen-Anhalts mit Veranstaltungen aufwartet.

In dem vor zwei Jahren in dem ehemaligen Kloster eröffneten Hotel Wöltingerode, das zur Klosterkammer Hannover gehört, können Gäste in den einstigen Nonnenzellen übernachten. Kein Telefon, kein Fernseher stört die Ruhe. Die meisten Gäste, so Hotelchef Kai Schürholt, wüssten gerade das zu schätzen.

Das Hotel böte sich als idealer Ausgangspunkt für eine Wanderung auf dem etwa 30 Kilometer langen Harzer Klosterwanderweg an, sagt Direktor Schürholt. Entlang des Nordharzes verbindet dieser das niedersächsische Goslar mit dem Kloster Drübeck in Sachsen-Anhalt.

Mit dem „Haus der Stille“ und den wiederhergestellten Klostergärten stellt das Kloster Drübeck ein Refugium dar. Die Klosterküche setze bewusst regionale Produkte und naturnahe Erzeugnisse ein, sagt Christoph Carstens, Geschäftsführer des Evangelischen Zentrums im Kloster Drübeck. Gemeinsamer Veranstaltungshöhepunkt aller Klöster wird am 28. Juli das erste „HarzerKlosterMahl“ in Drübeck sein.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die als Ruine erhaltene gotische Kirche Walkenried, die im 13. Jahrhundert von Zisterziensermönchen erbaut wurde. Das Zisterzienser-Museum am Rande des Südharzes zeigt in einer Ausstellung die Geschichte des 1129 gegründeten Klosters. Noch vor rund 20 Jahren lag Walkenried in der Abgeschiedenheit der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Mittlerweile herrscht dort wieder mehr Leben. Zum dritten Mal präsentieren am 25. und 26. September etwa 30 Klöster und Stifte beim Klostermarkt Produkte aus ihren Gärten, Kellern und Werkstätten.

Auch das Kloster Michael-stein, seit 1146 abseits der Stadt Blankenburg gelegen, zeigt, dass spiritueller Tourismus immer bedeutender wird. Ein Anziehungspunkt in diesem Sommer ist das Michaelsteiner Klosterfest am 1. August, das Kunst, Musik und Natur verbinden soll.

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