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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Schauspieler und guter Freund

22.03.2005

OFEENRFELD OFEENRFELD - Über ein volles Haus konnte sich Dr. Dieter Thierfeld, Vorsitzender des Vereins Begegnungsstätte Heinrich Kunst, bereits am Vorabend des 100. Geburtstages freuen. Zahlreiche Besucher hatten sich eingefunden um an den Erinnerungen der als Ehrengäste eingeladenen Weggefährten von Heinrich Kunst teilzuhaben. Unter anderem berichtete Inge zur Horst, eine Nichte von Heinrich Kunst, über den Menschen Heinrich Kunst, der nie ein eigenes Telefon besaß.

„Wenn Radio Bremen anrief, wurde er immer von der damaligen Wirtin des „Ofenerfelder Kruges“ ans Telefon geholt“, so Inge zur Horst. Heinrich Kunst sei immer einfach und bescheiden gewesen, technische Neuerungen habee er zeitlebens abgelehnt.

Heinrich Kunst wurde in Ofenerfeld geboren und wuchs mit drei Geschwistern auf der elterlichen Hofstelle auf. Der Drang und die Liebe zum Theater wurden bereits in frühester Jugend geprägt. „Ein Besuch bei einem Marionettentheater im Nachbarort im Alter von neun Jahren gab den Ausschlag für die lebenslange Leidenschaft für die Schauspielerei. Mit 21 Jahren gründete er in Ofenerfeld eine eigene Theatergruppe. Das Theaterspiel musste er aber in den Anfangsjahren immer mit der Arbeit auf der Landstelle arrangieren, was in den damaligen von Entbehrungen geprägten Zeiten nicht immer einfach für ihn war. Auch hatte die Schauspielerei damals noch gesellschaftlich keinen sehr hohen Stellenwert. Nach der Heirat wurde er aber immer durch seine Frau Hanne unterstützt," berichtete die Nichte.

Die weiteste Anreise hatte die bekannte Volksschauspielerin Ursula Hinrichs aus Buchholz extra mit einem Taxi hinter sich gebracht. Mit ihr als „Gänseliesel“ hatte Heinrich Kunst als Sprecher des „Hinnerk Heidschnuck" für kurzweilige Unterhaltung gesorgt. „Er war schon bald für mich ein sehr guter väterlicher Freund, der mich vor allem durch seine Diszipliniertheit und Einfachheit beeindruckte“, erinnerte sich Ursula Hinrichs.

Rudolf Janßen und Hermann Reents trugen mit Anekdoten aus der gemeinsamen Zeit als Schauspieler an der August-Hinrichs Bühne zum guten Gelingen des Abends bei. Günter Mües sorgte noch mit einigen „Kortjans“ für weitere Heiterkeit.

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