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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Trotz langer Nächte im richtigen Takt

20.08.2014

Westerstede In der Cafeteria des Gymnasiums Westerstede (Landkreis Ammerland) reihen sich die Nutella- und Marmeladen-Gläser aneinander, Bananen- und Brotkisten stapeln sich, auf einer Liste ist abzulesen, wer den Frühstücks- und wer den Abendbrot-Dienst hat, in den Klassenzimmern liegen Isomatten, Luft- und Klappmatratzen, vor der Schule dröhnt Rapmusik aus Lautsprechern, im Obergeschoss wird konzentriert geprobt – es erklingen Werke von Richard Strauss und Maurice Ravel.

Seit dem 9. August sind mehr als 100 Musikerinnen und Musiker des Jungen Philharmonischen Orchesters Niedersachsen (JPON) im Gymnasium untergebracht. Die jungen Leute im Studentenalter, die aus ganz Niedersachsen und dem übrigen Bundesgebiet stammen, bereiten wie jedes Jahr im Westersteder Gymnasium eine kleine Konzertreihe vor, die an diesem Mittwoch, 20. August, im Gymnasium ihre Premiere feiert. Weitere drei Konzerte folgen in Verden, Otterndorf bei Cuxhaven und in Hannover (siehe Kasten).

„Unsere Mitglieder kommen unter anderem aus Südamerika, Asien, Österreich, Frankreich und Russland – wir sind ein internationaler Haufen“, sagt Heidrun Eberl aus dem Orchestervorstand. Die 24-Jährige, die Cello im Orchester spielt, gehört dem Organisationsteam an und freut sich, dass der Ablauf so reibungslos funktioniert. Auch ihr Mitstreiter Jan Michael Meyer-Laup sagt: „Das ist wieder eine total gute Atmosphäre hier“. Der 25-Jährige lobt die gute Gemeinschaft unter den Musikerinnen und Musikern, die über Empfehlungen der bereits vorhandenen Mitglieder ins Orchester gelangt sind. „Wer zu uns passt, wissen die, die bei uns sind, am besten“, betont Meyer-Laup.

Trotz der harten Probenarbeit bleibt den Orchestermitgliedern noch genügend Zeit, sich auszutauschen und miteinander zu plaudern und zu feiern. Der „bunte Abend“ mit Musik der eigenen Bläser-Combo, einem Theaterstück und Moderation samt österreichischem Sprachquiz sei ein voller Erfolg gewesen und auch sonst werde so manche Nacht zum Tag gemacht. „Das heißt aber nicht, dass wir hier nur locker musizieren, wir haben hohe Ansprüche an uns selbst und unsere Konzerte“, betont Heidrun Eberl. Morgens zur Probe um zehn Uhr auch nur eine Minute zu spät zu kommen, werde nicht geduldet.

„Wer feiern kann, muss auch aufstehen können“, sagt Andreas Schüller. Der 40-Jährige gebürtige Berliner, der jetzt in Wien lebt, hält musikalisch die Fäden zusammen. Er ist Operndirigent an der Volksoper in Wien, an der Dresdener Staatsoperette, an der Kölner Oper – und er schwingt den Taktstock seit Jahren ehrenamtlich beim Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.

Schüller ist zufrieden mit der Disziplin im Team. „Das Wetter ist furchtbar, das ist aber auch das einzige, was auszusetzen ist an der Arbeitsphase“, betont der Dirigent, der sich nach einer „intensiven Probenphase“ jetzt auf das Konzert am Abend freut. „Wir sind im Stadium des Vorzeigbaren“, sagt der Dirigent und geht zu einer der letzten Proben vor der Premiere – pünktlich natürlich.


Mehr Infos unter   www.jpon.de 
Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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