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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Vareler schreibt rockige Liebeserklärung an die Region

21.02.2018

Varel Da sitzt er, an einer langen Tafel unter dem reetgedeckten Dach des schmuck hergerichteten Resthofs bei Varel. Ein freundlicher, großer Mann mit sanfter Stimme. Sein Name ist Reiner Hänsch. Und er hat die Jury der Hymne für das Oldenburger Land mit seinem Song „Im Norden geht die Sonne auf“ ziemlich begeistert.

„Ich war im Osten, im Westen hab alles gesehen“, heißt es in der Liedzeile. Und jetzt ist Reiner Hänsch vor mehr als zehn Jahren schon in Varel (Kreis Friesland) gelandet. Ob es hier am schönsten ist? „Am schönsten? Also, ich fühle mich hier sauwohl“, sagt Hänsch und schaut aus dem Fenster ins Grüne.

Fertige Hymne hat bald Premiere

Die Hymne für das Oldenburger Land hat bald Premiere: Am 23. und 24. Februar wird sie im Rahmen von zehn Jahre „Classic meets Pop“ in Oldenburg vom Orchester des Oldenburgischen Staatstheaters und der Classic-meets-Pop-Band in einer besonderen Version uraufgeführt.

Beide Termine der Veranstaltung sind bereits ausverkauft. Die Hymne steht in der Studio-Version jedoch anschließend allen Interessierten im Internet zum Anhören bereit.

Bei dem Projekt haben sich NWZ-Leser aus der Region beteiligt und Melodien und Texte für eine Hymne für das Oldenburger Land eingesandt. Aus den Melodien und Texten hat dann anschließend ein Musikproduzent ein neues Lied komponiert.

Wäre Hänsch ein Puzzle, hätte es womöglich 1000 Teile. Über sich selbst sagt Hänsch, er sei wohl irgendwie sowas wie ein Lebenskünstler. Vielleicht. Wirt, Student mit Kneipe, immer Musiker, später Werbetexter, Musikproduzent, Buchautor,– so könnte man den Lebensweg des 65-Jährigen in Kurzform zusammenfassen.

Der gebürtige Sauerländer füllt mit seiner Band Zoff in seiner alten Heimat noch immer Hallen. „Drei Generationen singen und feiern da inzwischen mit“, sagt Hänsch über sein Publikum. Mit seiner Band hat Hänsch dem Sauerland ein musikalisches Denkmal gesetzt. „Sauerland“ heißt es. Der Song ist mittlerweile 35 Jahre alt. „Und er funktioniert noch immer und überall von Flensburg bis Mallorca“, sagt Hänsch.

Und weil er sein Herz nicht nur an das Sauerland sondern auch an seine neue Heimat, den Nordwesten, verloren hat, wollte Hänsch der Region ebenfalls ein musikalisches Denkmal setzen. Unterscheiden sich die Nordlichter von den als stur geltenden Sauerländern eigentlich? „Ach, diese Klischees sind nichts für mich“, sagt Hänsch. „Es gibt doch überall gute Typen“, sagt er. „Man muss nur genau hinsehen.“

Preise hat er mit seinen Songs gewonnen, im Fernsehen ist er aufgetreten. „Alles ganz gut gelaufen“, sagt Hänsch. Doch mit kreativer Arbeit hört es ja nie einfach auf, und deshalb macht er auch mit viel Energie weiter. „Songs, Bücher, Werbung, Live-Auftritte. Weil es einfach Spaß macht.“

Tobias Schwerdtfeger
Leitung
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2050

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