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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Varelerin hat mit 110 Jahren stets ein Gedicht parat

19.08.2011

VAREL „Es ist schön, alt zu werden, wenn man gesund ist“, sagt Elisabeth Schneider. Sie weiß, wovon sie spricht: Die Varelerin wird an diesem Freitag 110 Jahre alt. Im Büppeler Seniorenwohnheim „To Huus“, in dem Elisabeth Schneider seit vielen Jahren lebt, wird heute groß gefeiert. Neben Vertretern des Landkreises und der Stadt Varel hat sich auch Bischof Jan Janssen angekündigt.

„Sind doch auch bloß Menschen“, sieht die Seniorin dem prominenten Besuch gelassen entgegen. Schließlich hat sie seit ihrem 100. Geburtstag Erfahrung damit, ihren Geburtstag im Kreis von Offiziellen zu feiern. Am meisten freut sie sich aber darauf, mit ihrer Familie zu feiern. Ihre mittlerweile auch schon 86-jährige Tochter Edith Sündermann kommt oft mit ihrem Mann zu Besuch, und auch die Enkeltochter und der Enkelsohn sowie die vier Urenkel sind oft im Seniorenwohnheim bei Elisabeth Schneider zu Gast.

„Ich habe hier ein schönes Leben“, sagt die Varelerin, am liebsten sieht sie sich Musiksendungen im Fernsehen an, besonders gerne die mit dem Geiger Andre Rieu, und Sportsendungen, „bis auf Fußball“. Und wenn im Seniorenheim Bingo gespielt wird, ist sie dabei.

Auch mit 110 Jahren rezitiert Elisabeth Schneider noch gerne die Gedichte, die sie von ihrem Vater gelernt hat. Er war königlich-preußischer Obergärtner in Bad Oeynhausen. 1923 heiratete sie Louis Schneider, von Beruf Schneider, und zog nach Hannover. Im Zweiten Weltkrieg erlebte sie schwere Zeiten, zweimal wurde ihre Wohnung ausgebombt. 1961 kehrte sie nach Bad Oeynhausen zurück.

Bis zum 97. Lebensjahr lebte Elisabeth Schneider noch alleine in ihrer Wohnung. Als sie dort Opfer von Trickbetrügern wurde, beschloss ihre Tochter Edith Sündermann, die in Rastede wohnt, die betagte Seniorin in ihre Nähe zu holen.

Elisabeth Schneider gehört zu den ältesten Frauen Deutschlands. Sie kann sich auch nicht so recht erklären, warum sie so alt geworden ist. Vielleicht liegt es am gesunden Leben, vermutet sie, sie habe viel geturnt in ihrer Jugend. „Und Rauchen habe ich immer verpönt“, sagt sie mit Bestimmtheit.

Auch Tochter Edith Sündermann hat eine Begründung für das hohe Alter ihrer Mutter: „Sie ist ein zufriedener, dankbarer und fröhlicher Mensch.“

Das beweist Elisabeth Schneider auch beim Fototermin, als sie herzlich in die Kamera lacht und sich köstlich über die Scherze von Heimleiter Martin Otto amüsiert.

Traute Börjes-Meinardus
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2502

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