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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Urteil: Vater muss für Missbrauch in Haft

16.10.2013

Oldenburg /Apen Im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht gegen einen 35 Jahre alten Familienvater aus Apen (Kreis Ammerland), der sich in mehreren Fällen an seinen ein- und dreijährigen Töchtern vergangen hat, ist der Angeklagte am Dienstag zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Während der Haftzeit soll der Angeklagte eine Therapie machen. Mit dem Strafmaß erfüllte das Gericht den Antrag von Oberstaatsanwalt Ralf Hentzel.

Der Anklagevertreter nannte die schweren sexuellen Übergriffe des Angeklagten auf die Kleinstkinder „abstoßend“. Ein psychiatrisches Gutachten hatte das unfassbare Geschehen mit dem Satz zusammengefasst: „Je jünger die Opfer, desto kranker der Täter.“ Der Angeklagte filmte und fotografierte die Übergriffe und stellte sie ins Netz. Die missbrauchten Mädchen hatten im Kindergarten davon berichtet.

Nachdem die Taten ans Tageslicht gekommen waren, hatte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Das ersparte den Kindern eine Vernehmung vor Gericht und wurde strafmindernd gewertet.

Was der 35-Jährige allerdings gestand, hatte selbst den Anklagevertreter ins Erstaunen versetzt. Der Angeklagte hatte erklärt, dass er eigentlich auf Achtjährige „stehe“. Um seine Töchter für dieses Alter vorzubereiten, habe er mit den sexuellen Übergriffen schon früh begonnen.

Im Verfahren wurde unter anderem eine mögliche Gnade der späten Geburt angesprochen. Weil die Kinder noch so jung seien, würden sie wohl von den schweren Missbrauchstaten nichts mitbekommen haben. Das soll aber nur bedingt richtig sein.

Die Mutter der Kinder, die nach eigener Aussage selbst als Kleinkind sexuell missbraucht worden war, erklärte, dass ihr die Übergriffe noch immer gegenwärtig seien.

Auch nach Ansicht des Anwalts der Kinder bleiben die Taten nicht folgenlos. In zehn Jahren könnten die Mädchen ihr Martyrium noch immer im Internet verfolgen, erklärte er.

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