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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Viele erweisen Herzog letzte Ehre

06.10.2014

Oldenburg Die Lambertikirche in Oldenburg war am Sonnabend festlich geschmückt in den Farben des Oldenburger Landes zur Trauerfeier für den am 20. September in Lensahn (Ostholstein) im Alter von 91 Jahren gestorbenen Anton Günther Herzog von Oldenburg. Vor der Kirche standen junge Reiterinnen aus Lensahn Spalier. In der Kirche hielten vier Förster aus Ostholstein die Ehrenwache am aufgebahrten Sarg vor dem Altar.

Vertreter zahlreicher Vereine und Organisationen aus dem Oldenburger Land standen mit Standarten im Gotteshaus: unter anderem der Reit- und Fahrverein Rastede, der Reiterverein Sturmvogel aus Berne, der Reiterverein Ganderkesee von 1914, die Wald-Reitschule Dötlingen, der Reit- und Fahrverein Großenkneten, der Ammerländer Reitklub, der Kreisverband Wesermarsch der Reiter, der Oldenburger Kameradenbund im Kyffhäuserbund. Hinzu kamen Abordnungen aus Ostholstein, allein 30 Männer der Schützengilde, deren Protektor der Verstorbene war.

Nach Angaben von Caroline Herzogin von Oldenburg, Ehefrau des neuen Familienoberhauptes Christian Herzog von Oldenburg, nahm „nahezu jede deutsche Adelsfamilie“ an den Trauerfeierlichkeiten teil, hinzu kamen Adelshäuser aus Europa.

Der evangelische Bischof Jan Janssen betonte in seiner Predigt, der Verstorbene sei immer an ausgleichender Gerechtigkeit interessiert gewesen. Dabei habe er Benachteiligte besonders fördern wollen. „Form war für ihn keine hohle Pflicht, eher ein hilfreiches, sinnvolles Geländer.“ Und an die Familie gerichtet, sagte er: „Eindrücklich haben Sie als Ehefrau, Kinder und Enkel von seiner Leidenschaft erzählt: Menschen und Pferde gehörten für ihn zusammen.“

Nach dem Gottesdienst wurde der Sarg mit dem Leichnam Anton Günthers auf einer vierspännigen Lafette von der Lambertikirche zum Gertrudenkirchhof gefahren.

Ab der Lambertikirche setzt sich der Trauerzug, angeführt von der Witwe Ameli Herzogin von Oldenburg, ihrem Sohn Christian mit Familie, der Tochter Helene sowie den Geschwistern des Verstorbenen durch die Oldenburger Innenstadt zum Mausoleum auf dem Gertudenkirchhof in Bewegung, wo Anton Günther seine letzte Ruhestätte fand.

„Der Herzog fehlt uns besonders in Rastede. Er war immer dabei bei den Rasteder Musiktagen und beim Landesturnier. Wir werden vor allem seinen trockenen Humor vermissen. Wir gehen aber davon aus, dass das Haus Oldenburg in bewährter Form bei uns vertreten sein wird“, erklärte Rastedes Bürgermeister Dieter von Essen.

„Wir möchten uns bei Bischof Janssen bedanken, der uns ermöglicht hat, den Trauergottesdienst so wunderschön zu gestalten. Es hat uns aber auch sehr gefreut, wie die Bevölkerung uns begleitet und Anteil genommen hat“, sagte Caroline Herzogin von Oldenburg gegenüber dieser Zeitung. Die Kontakte ins Oldenburger Land werde die Familie weiter pflegen. „Wir hängen alle sehr an Rastede und dem Oldenburger Land und werden hier weiterhin präsent sein.“

Nach der Trauerfeier in Oldenburg kam die Trauergesellschaft im Rasteder Schloss zusammen.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-region 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-stadt