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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

GARTEN: Von der Bolzwiese zum Feuchtbiotop

05.08.2005

BüMMERSTEDE Die Teichlandschaft ist ein idealer Lebensraum für viele Tiere. Das gilt auch für ruhebedürftige Menschen.

von Christian Quapp BÜMMERSTEDE - Für eine Familie mit Kindern ist ein Garten vor allem eines: ein Spielplatz. Bis vor vier Jahren war das auch bei Daniel und Heidi Mach so. „Wir hatten hier einen richtige Bolzwiese“, erzählt der Oldenburger, „aber als die Kinder dann aus dem Haus waren, wollten wir etwas anderes haben.“ Heidi Mach ergänzt: „Wir haben lange an der Hunte gewohnt und wollten eigentlich immer zurück ans Wasser, statt dessen haben wir es jetzt einfach zu uns geholt.“

Wasser ist tatsächlich das bestimmende Element auf dem ruhig gelegenen Grundstück in Bümmerstede. Schon von der Straße aus hört man es plätschern und rauschen. Im Garten finden sich dann gleich zwei Teiche, verbunden durch einen kleinen Bach und gekrönt von einem Wasserfall. Obwohl der größere der beiden Teiche über einen Meter tief ist, kann man an allen Stellen problemlos bis zum Grund sehen. Der Grund für die hervorragende Wasserqualität ist eine Pumpe, die rund um die Uhr läuft. Das Wasser wird durch Kies und Pflanzen geleitet und dadurch gereinigt; außerdem werden die Blätter der umliegenden Bäume gleich mit abgesaugt.

Das Anlegen der Teiche war mit weniger Arbeit verbunden als man bei dem Anblick vermuten könnte. Daniel Mach: „Ein Bekannter von mir hat ein Teichbauunternehmen, er hat die Planung übernommen und die Folie ausgelegt.“ Ein Bagger, der damals auf der benachbarten Baustelle arbeitete, hat einen großen Teil der Erde ausgehoben, so blieb letztlich nur noch wenig für das Ehepaar zu tun. Die beiden sind ganz froh darüber: „Arbeit haben wir genug, hier wollen wir entspannen“, ist ihre einhellige Meinung. Auf den beiden Gartenstühlen, die der Sohn zur Silberhochzeit gebaut hat, unter dem Ginkobaum zu sitzen, das Plätschern des Baches im Ohr – wer würde da lieber Rasen mähen oder Unkraut rupfen?

„Wir wollten ein Biotop, der ganze Garten sollte so naturnah wie möglich sein“, erklärt Daniel Mach, und dieses Ziel hat das Ehepaar auch erreicht. Fische wird man in den Teichen vergeblich suchen. Dafür huschen Wasserläufer über die klare Oberfläche, und seit drei Jahren gastiert ein Entenpaar jedes Jahr für mehrere Wochen auf dem großen Teich. Auch Frösche und Kröten lassen sich immer wieder blicken. Einzig die Schildkröte, die sich erst im kleinen Teich niedergelassen hatte und später in das größere Gewässer umgezogen ist, dürfte nicht aus heimischen Gefilden stammen.

Unter allen Tieren, die in diesem Garten heimisch geworden sind, gibt es eine unbestrittene Herrscherin: Abigail, die Mittelschnautzer-Hündin der Familie. Zumindest für sie ist der Garten immer noch das, was er früher einmal war – ein Spielplatz. Heidi Mach erzählt lachend: „Wenn ich ihren Ball in der Hand habe, stellt sie sich immer schon an den Rand des Teiches, sie weiß, dass ich nie auf trockenen Boden treffe.“

Zum Glück ist Abi, wie wie sie kurz genannt wird, alles andere als wasserscheu. Mit Begeisterung stürzt sie sich ins Nass, um ihr Spielzeug aufzufischen. Wenn sie ihre Beute stolz abgeliefert hat, schüttelt sie sich das Wasser mit Vorliebe direkt neben Herrchen oder Frauchen aus dem Fell.

Diese NWZ-Serie stellt Oldenburger und ihre Gärten vor. Bürger erzählen, welche Bedeutung die eigene grüne Oase für sie hat und geben Tipps für andere Hobbygärtner.

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