WESTERSCHEPS - Jan-Dirk Meirose hatte glücklicherweise nicht Recht behalten. Der Vorsitzende des Heimatvereins „Vergnögde Goodheit“ Westerscheps und Leiter der Theatergruppe des Heimatvereins hatte befürchtet, dass die Premiere des jüngsten Stückes keine besonders gute werden würde. Was die Zuschauer dann im Festzelt an der Moorstraße erlebten, war eine gelungene Vorstellung von „De verdreihte Verwandschaft“.

Meiroses Ahnung, die Laiendarsteller würden ihren Text nicht sicher beherrschen, erwies sich als völlig unbegründet. Die Akteure agierten auf der Bühne souverän und überzeugend. Wenn es einmal einen „Hänger“ gab, wurde die Situation fast professionell überspielt. Die weit über 300 Zuschauer hatten ihren Spaß an der Theateraufführung und bedankten sich beim Ensemble für einen vergnüglichen Abend mit lang anhaltendem Beifall.

Der Dreiakter von Erhard Asmus beschreibt eine Alltagsgeschichte, wie sie nach dem Ende des 2. Weltkrieges häufig vorkam: So mancher suchte damals Angehörige, die man in den Kriegswirren verloren hatte. Daraus formte Asmus ein Stück – ein Lustspiel, das durch Irrungen und Wirrungen geprägt ist, aus denen sich manche komische Situationen ergeben.

Für „Komplikationen“ auf dem Hof von Bauer Jörn Steen (Thomas Hollje) sorgen dessen Großmagd Trin Puck (Annegret Konen) und die Magd Friedel (Gunda Deeken). Sein eigenes Süppchen kochen will der Grundstücksmakler Adelbert Speck (Herbert Bunjes), der den maroden Hof von Bauer Steen kaufen möchte.

Auch die Liebe spielt natürlich eine Rolle: Jungbauer Harm Klausen (Detlef Wittje) verliebt sich in die Magd Friedel, während Großknecht Jochen Bruusbort (Jan-Dirk Meirose) und die Zeitungsfrau Jule Snackfatt (Karin Hobbensiefken) die Entwicklungen mit viel Ironie verfolgen. Kerstin Gerdes als Stadtfrau Lore vervollständigt das Ensemble. Als Souffleuse ist Hilde Oellien tätig.

Die nächsten Aufführungen stehen für die Theatergruppe des Heimatvereins mit diesem humorvollen Stück erst wieder im November an. Dann hebt sich der Vorhang auf den Wurnbarg in Wittenberge und im Rathaus Edewecht. Die genauen Termine werden noch rechtzeitig bekannt gegeben.