WESTERSTEDE - Die Einrichtung ist die einzige Kinderkrippe im Oldenburger Land, die mit dem „Felix“ ausgezeichnet wurde. Musische Erziehung ist hier ein konzeptioneller Schwerpunkt.
Von Horst Suermann
WESTERSTEDE - Die DRK-Kinderkrippe in der Peterstraße hat gestern bereits zum zweiten Mal eine Auszeichnung bekommen, die besondere musische Bemühungen belohnt und im Oldenburger Land noch niemals an eine andere Krippe vergeben worden ist: den „Felix“ des Deutschen Chorverbandes. Die Einrichtung ist zurzeit die einzige Krippe in Westerstede.Bernhard Schmidt aus Bad Zwischenahn, „Felix“-Beauftragter für das Oldenburger Land, überreichte die Auszeichnung an Krippenleiterin Kerstin Wienholtz – und die 15 Jungen und Mädchen im Alter bis zu drei Jahren bedankten sich mit einigen Lieder, einem Tanz und einem deutlichen Leuchten in den Augen. Damit sie „etwas mit nach Hause nehmen konnten“, hatten die Betreuerinnen jedem einzelnen von ihnen eine „Goldmedaille“ mit einer Kopie der Felix-Plakette um den Hals gehängt.
Die Auszeichnung selbst besteht aus einer etwa 20 mal 20 Zentimeter großen und mit Keramik überzogenen Metallplatte, auf der neben dem Schriftzug „Felix“ ein (Sing-)Vogel auf Ästen aus Noten zu sehen ist. Die Plakette ist für den Eingangsbereich der Kinderkrippe gedacht.
Diese Auszeichnung soll musischen Unterricht im Kindesalter anregen und so den Chorgesang schon im Kindesalter fördern; Hintergrund ist der zunehmende Mitgliederschwund in den Chören, die schon manchen Chor zum Aufgeben gezwungen hat.
In der 1992 gegründeten DRK-Kinderkrippe ist die musische Bildung konzeptionell als einer der erzieherischen Schwerpunkte festgelegt. Die Kinder singen und tanzen jeden Tag. Zu singen ist so fester Bestandteil ihres Lebens geworden, hat aber auch hohe Bedeutung für die Spracherziehung in der Krippe.
Schmidt hatte den Kindergarten zuvor besucht und sich den Gesang der Kinder angehört, bevor er für sie den „Felix“ beim Deutschen Chorverband beantragt hat. „Ihr habt wunderbar gesungen“, bescheinigte er den Kleinen gestern bei der Übergabe der Plakette. Er habe die Auszeichnung bisher etwa 60 Mal im gesamten Oldenburger Land vergeben, sagte Schmidt – doch noch niemals an so junge Musiker.
