WESTERSTEDE - Aus den Lautsprechern tönt immer wieder „Wildcats“, ein Pop-Lied aus dem bei Teenagern sehr beliebten Film „High School Musical“. Neun Mädchen stehen auf der Bühne und proben unermüdlich ihre Tanzchoreographie – gleichzeitig singend versteht sich. Immer mittendrin: Sängerin und Dozentin für Popgesang Kristina – Kiki – Beyer, die die Mädchen korrigiert und motiviert.

Vergangenen Sommer übernahm Kristina Beyer die Gruppe der Musikschule Ammerland. Vorher hatten die Mädchen im Alter von elf bis dreizehn Jahren Musicals einstudiert, seit der Übernahme durch Kristina Beyer geht es jetzt die Pop-Charts „rauf und runter“, erzählt die Musikpädagogin. Zwölf Mädchen sind es, wenn alle da sind, die mit Hochdruck an ihrer Vorführung, die sie im Juli präsentieren wollen, arbeiten. Das Thema haben sich die Mitglieder der Pop-Class selbst ausgesucht: „Märchen veralbern“ steht auf dem Programm. Die einzelnen Szenen denken sich die Mädchen dabei selber aus. Kristina Beyer schreibt die ausgedachten Szenen dann zu einem Stück zusammen.

Hauptrollen gibt es in der Pop-Class nicht, alle sind gleichberechtigt. „Das ist vielleicht auch der Grund dafür, warum wir uns so gut verstehen“, überlegt Mitglied Eva (12). Zusammen werde darüber geredet, wer was singen möchte und dann auch gemeinsam entschieden.

Im fertigen Märchen, das eigentlich keins ist, soll es dann hoch hergehen: Da treffen sich dann schon ’mal Arielle und Aschenputtel und singen „Ach, wie schön, wenn’s Männer regnen würde“ zur Melodie des Originals „It´s raining men“ von den Weather Girls. Oder die sieben Zwerge sind auf einmal zu acht. Lauter Kuriositäten, die sich die jungen Künstlerinnen ausgedacht haben. Fast alle haben auch schon Vorerfahrungen, so wie Inken (11), die schon seit der Grundschule singt.

Im Vordergrund bei allen steht aber eindeutig der Spaß – und das soll man bei der Aufführung im Juli auch sehen, bei der die Mädchen ohne großes Bühnenbild das Publikum unterhalten möchten.