WESTERSTEDE - WESTERSTEDE - Aufmerksam verfolgen derzeit 18 Medizinstudentinnen und -studenten im achten Semester die Untersuchungen und Operationen in den drei chirurgischen Abteilungen an der Westersteder Ammerland-Klinik. Sie stellen Fragen und wollen ihr theoretisches Wissen um praktische Erfahrungen bereichern.
„Wir sind hier sehr freundlich aufgenommen worden, und im Haus herrscht ein wirklich gutes Arbeitsklima“, erzählt Praktikantin Corinna Noack. Sie sei überrascht gewesen über das hohe Niveau des Hauses und die bewährten Organisationsstrukturen. „Jeder ist hier bereit, uns zu helfen“, pflichtet Mitpraktikant Ikenna Christian Nwokedi bei, und auch Jan Engelbert kann das nach seinen Erlebnissen in den vergangenen drei Wochen bestätigen.
Dabei ist eine so große Gruppe von Praktikanten auch für die Mitarbeiter der Klinik eine Herausforderung, wie der chirurgische Chefarzt Dr. Wolfgang Probst unterstreicht. Hintergrund ist eine Änderung der Studienordnung, nach der so genannte Blockpraktika für Medizinstudenten vorgesehen sind. „Wir sind akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen. Von dort kam eine Anfrage, ob wir 18 Studenten gleichzeitig aufnehmen können, und wir haben Ja gesagt“, erzählt Probst. Mit großem organisatorischen Aufwand seien dann die Vorbereitungen getroffen worden, um die Gruppe im Personalwohnheim unterzubringen und fachlich zu betreuen.
Auch für ein Unterhaltungsprogramm wurde gesorgt: So erkundeten die Gäste in ihrer Freizeit das Ammerland und die Umgebung. „Hier ist es wirklich schön, und man kann eine Menge unternehmen“, gibt Corinna Noack die Meinung der Gruppe wieder. Für Jan Engelbert war das allerdings ein Ausflug in die Heimat: Seine Familie wohnt in Ocholt.
Wenn die angehenden Mediziner am Ende dieser Woche wieder zurück nach Göttingen fahren, hat auch die Ammerland-Klinik ihrer Feuerprobe bestanden. Hier sollen künftig zwei Mal im Jahr Studenten wie diese ausgebildet und im Anschluss an ihr Blockpraktikum beurteilt werden. Diese Praktika sollen in Zukunft auch auf andere Abteilungen im Haus ausgeweitet werden, stellte der Chefarzt der Medizinischen Klinik, Prof. Dr. Wilhelm Holtkamp, in Aussicht. Er ist gleichzeitig als Vertrauensdozent auch Ansprechpartner der Studenten.
