WESTERSTEDE - In Kürze werden die jungen Westerstederinnen Wiebke Meiwald und Imke Ahlers ihre vertraute Umgebung verlassen und sich mit einer fremden Kultur beschäftigen. Beide werden ein Jahr lang soziale Projekte im Ausland begleiten, die eine im afrikanischen Ruanda, die andere im belgischen Brüssel. So verschieden die Ziele sind, so einheitlich ist der Wunsch der Abiturientinnen, sich sozial zu engagieren. Beide wollen die Zeit vor dem Studium nutzen, um Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich zu orientieren.
Wiebke Meiwald hatte sich gezielt über das „Weltwärts“-Programm für Ruanda beworben. Das Land kannte sie, da ihre Eltern früher dort gearbeitet haben, und es immer noch freundschaftliche Kontakte nach Afrika gibt. „Ich selbst war auch schon mal zu Besuch. Ich bin einfach fasziniert vom Land und von der Kultur. Deshalb wollte ich unbedingt dort hin“, erzählt sie.
Ihre Aufgabe wird es nun sein, in einem kleinen Dorf an einer Sekundarschule der anglikanischen Kirche zu assistieren. Ob im Unterricht, bei Arbeitsgemeinschaften, in der Freizeit oder bei Projekten mit anderen Schulen, hier sei in vielen Fällen auch Eigeninitiative gefragt. Bei der Verständigung setzt sie auf ihre Englisch- und Französischkenntnisse, hat aber vorsichtshalber auch schon einige Worte der afrikanischen Landessprache gelernt.
Über die Evangelischen Freiwilligendienste für junge Menschen hat sich Imke Ahlers für ein Diakonisches Jahr im Ausland (DJiA) beworben. „Ich interessiere mich für die französische Sprache und habe die drei Länder Argentinien, Frankreich und Belgien in die engere Wahl genommen. Jedes Land hat eine eigene Kultur und eine interessante Geschichte“, erzählt sie von ihren Beweggründen.
Als der Zuschlag für Brüssel kam, sei sie sehr erstaunt gewesen, denn mit einer so attraktiven und großen Stadt habe sie gar nicht gerechnet. Hier wird sie in einem Sozialprojekt arbeiten. Dabei handele es sich um eine Lebensgemeinschaft, die einen Second-Hand-Shop betreibt. Auch ein Öko-Bauernhof auf dem Lande sei dem Projekt angegliedert. „Zusammen wohnen, teilen und sich gegenseitig unterstützen, ist dabei wichtig“, erläutert sie.
Um die Reisen zu finanzieren, haben sich die beiden Abiturientinnen Unterstützerkreise aufbauen müssen und sind noch weiter dabei, Gelder einzuwerben. Denn ein Eigenanteil wird erwartet.
Beide jungen Frauen freuen sich auf die kommenden Herausforderungen. „Es ist spannend, sich auf eine neue Kultur einzulassen und auf eine neue Arbeit. Und es ist sicherlich eine Erfahrung, mal komplett auf sich alleine gestellt zu sein“, findet Wiebke Meiwald. „Man wird ins Neue hineingeworfen und erfährt dabei seine Grenzen“, ergänzt Imke Ahlers.
Wer sich für die Arbeit der beiden interessiert, kann per Mail Kontakt zu ihnen aufnehmen: wiebke.meiwald@web.de und imke.ahlers@googlemail.com
