WESTERSTEDE - Richtig laut ging es am Wochenende im Kinderhaus „Blauer Elefant“ zu: Daniel, Blair, Jannes, Hang und die anderen Jungen und Mädchen zeigten ihren Eltern und Geschwistern in einer Abschlussveranstaltung, was sie im Workshop „Afrikanisches Trommeln für Kinder“ gelernt haben. Die Aktion „Gemeinsam gegen Armut und Ausgrenzung von Kindern“ des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familien, Gesundheit und Integration hat der Kinderschutzbund Ammerland aufgegriffen und dieses mehrwöchige Projekt organisiert.
Diplom-Pädagoge Heinrich Franke von der Gewaltberatungsstelle „Wendekreis“ sowie der Familienberatung des Kinderschutzbundes Ammerland und selbst Schlagzeuger hatte die Idee, Kindern das Trommeln beizubringen. Komi Amefiohoun, in Oldenburg lebender Musiker aus Togo, unterrichtete die zwölf Kinder im Alter von neun bis elf Jahren. Geübt wurde an vier Sonnabenden zu jeweils 90 Minuten.
„Das Projekt hat schon toll funktioniert, die Schüler haben regelmäßig teilgenommen“, freute sich Heinrich Franke. Der Workshop bot Kindern, die teilweise einen ausländischen Hintergrund haben, die Chance, Musik und Integration in einer Gruppe zu erleben. Auch Musiker Komi Amefiohoun lobte die Begeisterung der Kinder: „Sie mussten sich schon stark konzentrieren. Trommeln ist nicht einfach“.
Die Abschlussveranstaltung war Höhepunkt des Workshops. Neben Üben und Vorführung des Erlernten wurde gemeinsam afrikanisch gekocht: Ursula Philipp von „Wendekreis“ aus Bad Zwischenahn Amefiohoun bereiteten Yam-Wurzel und gebackene Koch-Bananen zu.
„Ich bin wirklich angerührt, wie das Projekt geklappt hat“, so Franke. Für fast alle Kinder war das Trommeln zunächst Neuland und gerne würden sie mehr lernen.
