WESTERSTEDE - WESTERSTEDE - „Man kann dabei beten, es ist einfach faszinierend“, schwärmte eine Frau aus Delmenhorst, die mit ihrem Ehemann schon sehr viele Konzerte mit Ivan Rebroff erlebt hat. Das Ehepaar gehörte zu einer Vielzahl begeisterter Besucher, die am Mittwochabend das Programm in der ausverkauften St. Petri-Kirche verfolgten. Der Künstler brillierte mit einer Auswahl musikalischer Meisterwerke, wie liturgische Gesänge der russisch-orthodoxen Kirche sowie Liedkompositionen und Arien. Die Kirche war erfüllt von seiner voluminösen Stimme mit einem Klang, die seinesgleichen sucht. Rebroff bot eine Vielfalt seiner außergewöhnlichen Gesangspalette. Zum umfassenden Repertoire gehörten unvergessene Melodien, wie „Die Abendglocken“, „Ave Maria“, „Kalinka“ oder „Lara's Lied“ aus Dr. Schiwago.
Gleichermaßen eindrucksvoll wie sein Gesang war die Moderation des Künstlers. Humorvoll führte er durch das Konzertprogramm, deutete aber auch auf seine gesundheitliche Einschränkung hin: „Es ist durchaus dekorativ einen Stock zu führen“, seit seiner Bandscheiben-Operation gäbe ihm dieses Hilfsmittel mehr Sicherheit beim Gehen.
Musikalisch begleitet wurde das Konzert von dem russischen „Dreiklang-Trio“ aus St. Petersburg. Die Instrumentalsolisten nahmen das Publikum mit ihren musischen Darbietungen ebenso für sich ein und begeisterten das Publikum.
Nach zwei Zugaben verabschiedete sich der Künstler musikalisch mit dem Gebet „Ehre sei Gott in der Höhe“. Die faszinierten Zuschauer spendeten im Stehen Beifall. „Das war ein besonderes Erlebnis“ oder „Einen solchen Auftritt in der Kirche muss man erlebt haben“, waren nur einige der beeindruckten Stimmen der Besucher, die nicht nur aus dem Ammerland kamen, sondern teilweise weite Wege für dieses Konzert auf sich genommen hatten.
