Westerstede/Westerloy - „Knusper, knusper, Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“ Schon in einer Woche ist es soweit, dann feiert das Wintermärchen der Westersteder Freilichttheatergemeinschaft Premiere.
Nicht nur die Laienschauspieler proben und proben, damit zur Premiere am 2. Dezember alles sitzt. Auch Bastian Warntjen, der für das Bühnenbild zuständig ist, arbeitet auf Hochtouren. Seit vier Monaten bastelt er an den Elementen, die die Kulissen für das Märchen „Hänsel und Gretel“ bilden. „Mein Märchenwald besteht aus fünf großen, beweglichen Elementen“, erzählt der 41-Jährige. Einige Teile des Bühnenbildes stammen von der Niederdeutschen Bühne in Nienburg. Oft müssen Bühnenelemente wiederverwendet werden, denn viel Geld für neugebaute Elemente sei nicht vorhanden. „Man muss tricksen, um aus ganz wenig ganz viel zu machen.“
Vor allem abends und an den Wochenenden baut, bastelt, malt und klebt er an der Kulisse. Der 41-Jährige ist gelernter Schauwerbegestalter und beim Möbelhaus Maschal in Altjührden für die Dekoration der Ausstellungsräume zuständig. Perfekte Voraussetzungen, um auch im Theater zu arbeiten. „Angefangen hat alles vor sieben Jahren, da hat meine Frau in Westerloy das erste Mal Theater gespielt“, sagt Warntjen. Kurze Zeit später war auch er mit von der Partie.
Eher zufällig half er das erste Mal vor drei Jahren bei dem Bau eines Bühnenbildes für die Freilichttheatergemeinschaft. Schnell bekam auch der Vorstand Wind davon. „Jetzt bin ich sogar 2. Vorsitzender der Gemeinschaft“, lacht Bastian Warntjen. Beim Sommertheater „Hammerschläge“ stand der 41-Jährige er sogar auch auf der Bühne.
Diesen Winter steht Bastian Warntjen allerdings nicht im Rampenlicht. „Ich kann nur so viel verraten, dass sich der Märchenwald während des Stückes verwandeln wird.“ Dadurch, dass die Elemente verschiebbar sind, sei das schnell erledigt. „Die Zuschauer dürfen ruhig sehen, dass sich auf der Bühne etwas verändert“, sagt er.
Das Bauen der Kulissen bereite ihm viel Freude. „Wenn die Kinder die Bühne sehen und große Augen machen, dann hat sich die Mühe gelohnt“, so Warntjen.
