Klagenfurt - Der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz hat sich beim Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Der Grazer konnte den mit 25 000 Euro dotierten Hauptpreis der 41. „Tage der deutschsprachigen Literatur“ am Sonntag in Klagenfurt für sich entscheiden. Der 1985 geborene Theaterwissenschaftler, der als Kunstfigur auftritt und mit bürgerlichem Namen Matthias Schweiger heißt, überzeugte die Jury mit seinem inbrünstig vorgetragenem Text „mein lieblingstier heißt winter“. Das in Kleinbuchstaben geschriebene Stück ist leicht verständlich, ohne trivial zu wirken und sorgte für einige Lacher.
Die Geschichte dreht sich um den geplanten Suizid eines Mannes, seine Vorliebe für gefrorenes Rehragout und die ungewöhnliche Bitte an seinen Tiefkühlkost-Lieferanten. Von der Jury gab es einhelliges Lob für den Grazer.
Die Stadt Klagenfurt hat den Preis in Gedenken an die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926–1973) gestiftet.
