Oldenburg - Das Frühstückstreffen für Frauen ist ein deutschlandweiter Verein, der sich mit Glaubens- und Lebensfragen beschäftigt. Ehrenamtliche Mitarbeiter organisieren jährlich etwa 500 Veranstaltungen in mehr als 200 Orten. In Oldenburg findet zwei Mal im Jahr ein Frühstücks-Treffen statt. Die Frauen kommen meist in Gruppen, mit der Freundin oder auch alleine dorthin. Begegnungen schaffen, Gespräche führen und Zeit haben, um über Gott und das Leben nachzudenken – das ist das Ziel der Veranstaltung.
370 Frauen waren am Sonnabend in den Festsälen der Weser-Ems-Hallen. Neben Brötchen, Kaffee und Tee gab es einen Loriot-Sketch und Musik einer Posaunenband.
Den Vortrag über Abgrenzung hielt Annelie aus der Wiesche. Die Diplom-Sozialarbeiterin arbeitet seit 25 Jahren ehrenamtlich beim Frühstückstreffen in Münster.
Wer kennt es nicht: Man gerät durch ein Telefonat in Zeitnot, oder die Nachbarin kommt spontan zu Besuch. Mit diesen Situationen beschäftigen sich Frauen besonders häufig. Sie wollen es dem Gegenüber Recht machen und tun sich schwer, Grenzen zu setzen und Nein zu sagen.
Anneliese aus der Wiesche machte Frauen Mut, ihre Grenzen abzustecken. Dabei liest sie Bibelstellen vor, hat den ein oder anderen pfiffigen Spruch vorbereitet und erzählt von eigenen Erlebnissen aus dem Alltag. Nach dem Vortrag gibt es Gesprächsrunden an den Tischen.
Margrit Koch ist zum ersten Mal mit zwei Freundinnen dabei und begeistert, wie liebevoll das Treffen gestaltet wird. Der Vortrag hat ihnen besonders gefallen: „Man kennt die Situationen und wird daran erinnert, wie man sich richtig verhält. Wir kommen auf jeden Fall wieder.“
Als Abschiedsgeschenk gibt es ein Foto, auf dem ein Garten zu sehen ist. Es soll die Frauen daran erinnern, dass das Leben wie ein Garten ist und sie selber entscheiden sollen, wen sie hereinlassen.
