Wildeshausen - In der Alexanderkirche in Wildeshausen gibt es eine Neuauflage des dort 2012 uraufgeführten Gospeloratoriums „Going home, auf dem Weg ins gelobte Land“. Dargeboten wird es dreimal: am 20. und 21. Juni um 20 Uhr sowie am 22. Juni um 17 Uhr. Unter Leitung von Kantor Ralf Grössler wirken mit die Kantorei und der Gospelchor „Joyfull Voices“ der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde mit zusammen 120 Sängerinnen und Sängern, das Symphonic Gospel Orchestra sowie die beiden Solisten Jan Dinger als Josua und Dennis Legre als Mose.
Das symphonische Gospeloratorium „Going home“ erzählt die Geschichte des Volk des Israel auf dem Weg ins gelobte Land. Dieser Weg wird gleichgesetzt mit dem Leben des Menschen auf Erden. Die vier Teile – Aufbruch, unterwegs, Suche nach Orientierung, nach Hause kommen – erzählen das Leben von der Geburt bis zum Tod. Die alten Choräle „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ spielen eine zentrale Rolle.
Jeweils 350 Zuhörer finden pro Aufführung in der Alexanderkirche Platz, sagt Grössler. Eintrittskarten mit Platzreservierung gibt es in der Buchhandlung „Bökers am Markt“ für 15, 20 und 25 Euro (Schüler und Studenten fünf Euro ermäßigt). Die Gesamtkosten für das Projekt bezifferte der Kantor am Donnerstag auf 37 000 Euro. Deshalb ist er froh, dass die Landessparkasse zu Oldenburg die Kirchengemeinde mit 2000 Euro unterstützt. „Wir sind stolz, dass wir wieder solch ein Konzert in Wildeshausen fördern können“, sagte Jans-Jürgen Pooch (LzO).
Neben den drei Aufführungen in Wildeshausen wird es am 28. Juni (19 Uhr) eine vierte in der Michaeliskirche in Leipzig geben. Anlass ist das Deutsche Chorfest vom 27. bis 29. Juni. Grössler hat für den Abschlussgottesdienst im Leipziger Stadion zwei Auftragskompositionen von jeweils vier Minuten geschrieben. Daran wirken die Sänger und Musiker des Gospeloratoriums mit. Zudem hat Grössler die Ehre, den berühmten Thomaner-Chorchor zu leiten, weil dessen Leiter krank ist. „Das Gesamtarrangement des Abschlussgottesdienstes für Chore und Orchester hat insgesamt 100 Seiten Partitur“, machte Grössler die Dimension deutlich. Er war auch schon einige Male zu Vorbesprechungen in Leipzig.
