WIEFELSTEDE - Eine fast besessene Liebe zur Kunst verband den polnischen Komponisten und Klaviervirtuosen Frédéric Chopin und die französische Schriftstellerin George Sand. Und zumindest für Sand war Chopin wohl auch die große Liebe. Zehn Jahre dauerte die intime Beziehung Chopins mit Sand. Der Pianist Martin Meyer aus Bad Zwischenahn und die freiberufliche Schauspielerin Sigrun Schneider-Kaethner aus Papenburg wollen „die Geschichte einer Liebe“ auf Einladung des Ortsbürgervereins Wiefelstede in Wort und Musik am Freitag, 15. April, ab 20 Uhr im Hof Kleiberg in Wiefelstede in einem lebendigen Doppelportrait aufzeigen. Unter dem Titel „Inspiration“ geht der Ortsbürgerverein mit dieser Konzertpremiere einen neuen Weg bei Veranstaltungen in Wiefelstede. Der Abend beginnt bereits um 19.30 Uhr mit einem Sektempfang, kündigt der Ortsbürgerverein an.
Chopin lernte George Sand im Jahr 1837 durch Franz Liszt in einem der Pariser Salons kennen, heißt es in der Ankündigung zum Konzertabend. Die Schriftstellerin, als Aurore Lucile Dupin geboren, und spätere Baronin Dudevant, hatte zunächst unter dem Pseudonym Jules, dann unter George Sand bereits ein politisch engagiertes, für die Gleichberechtigung der Frau sich einsetzendes literarisches Werk veröffentlicht. Ähnlich viel Aufsehen erregte sie durch ihre wechselnden Liebesbeziehungen. Dennoch war Chopin wohl ihre große Liebe. Sie schrieb über ihn: „Chopins Genius ist unsagbar reich an Gefühlen und Stimmungen. Mit einem einzigen Instrument spricht er die Sprache der Unendlichkeit. Seine Musik ist voller Nuancen und Überraschungen, bisweilen bizarr, geheimnisvoll und gequält.“ Begonnen hatte die Beziehung der beiden dagegen mit einem seltsamen Ausspruch Chopins: „Was für eine unsympathische Frau ist doch diese Sand! Ists denn wirklich eine Frau?“
Karten für das Konzert gibt es ab sofort im Vorverkauf für 12 Euro bei Lotto-Toto Brumund in Wiefelstede, Hauptstraße. An der Abendkasse kosten die Karten dann 15 Euro, heißt es seitens des Ortsbürgervereins.
