WIEFELSTEDE - Es sei heutzutage gar nicht einfach, über die Pflege von Gräbern eine Mahnung für den Frieden zu vermitteln, sagt Wiefelstedes Bürgermeister Helmut Völkers. Er ist auch Vorsitzender des Ortsverbandes Wiefelstede im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und weiß, dass die Vorstellung, wie schrecklich ein Krieg doch ist, immer mehr schwindet. Vor diesem Hintergrund Geld für die Pflege von in den Weltkriegen umgekommenen Soldaten zu sammeln, sei nicht immer ganz leicht, räumt der Bürgermeister ein.
Umso mehr freute es ihn, dass sich auch in diesem Jahr Schüler des zehnten Jahrgangs der Oberschule Wiefelstede bereit gefunden hatten, für die Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. Torsten Völkers, Sönke Stamer, Joshua Schliep und Lars Niewerth waren in Wiefelstede gleich an mehreren Tagen von Haus zu Haus gegangen, um Geld zu sammeln – und hatten schließlich 230 Euro zusammen, die sie im Rathaus abgaben. Und alle betonten: Die Mehrheit der Menschen, die sie um eine Spende ersucht hatten, hätten auch Geld gegeben. Zehn Prozent dessen, was die Schüler gesammelt hatten, dürfen sie behalten, sagte der Bürgermeister, der nicht nur den Schülern, sondern auch Schulleiter Marc Brinkmann für den Einsatz für die gute Sache dankte.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge widmet sich der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Er betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.
