WIEFELSTEDE - „Die Stimmung zwischen dem Modell und dem Zeichner muss richtig sein – nur dann kann ich Momente zwischenmenschlicher Begegnungen künstlerisch festhalten“, sagt der Oldenburger Künstler Jens Hansen. Mit Kreide, Aquarellfarbe und Chinatusche nähert der 1943 in Oldenburg geborene Maler, Grafiker und Bildhauer sich seit rund zehn Jahren solchen zumeist sehr persönlichen Begegnungen an.
Seine Bilder, Drucke und Skulpturen laden ein in eine neue Ausstellung, die das Heimatmuseum Wiefelstede noch bis zum 21. Oktober zeigt. Bei der Ausstellungseröffnung stellte Wolfgang Kausler, ein alter Wegbegleiter des Künstlers, Hansen mit sehr persönlichen Worten vor.
Die besondere Stimmung zwischen Perspektiven, Linien und Kontraste sind die Stilmittel, die Jens Hansen bei seiner Arbeit bevorzugt. Diese eher grafischen Techniken erinnern an seinen beruflichen Werdegang: Grundlage seiner künstlerischen Arbeit, das ist ihm ganz wichtig, ist solide handwerkliche Arbeit, „von der Pike auf gelernt“.
Als Meister der „Schwarzen Kunst“, des Handwerks der Drucker und Schriftsetzer, hat er seinen Zugang zum grafischen, künstlerischen Arbeiten gefunden. Zu den grafischen Stilmitteln kamen bald die Arbeitsmittel des Zeichners. Mit ihnen will er zeigen, „wie schön Menschen sind“, und notiert mit Kreide oder Tusche die Vielfalt ihrer Ausdrücke und seine Assoziationen.
Nur mit dem „gehörigen Respekt“ vor dem menschlichen Modell, so Hansen, lasse sich solche Annäherung künstlerisch umsetzen. Seit einigen Jahren arbeitet Jens Hansen auch als Bildhauer.
Die Arbeiten können besichtigt werden im Heimatmuseum an der Hauptstraße 11 zu den Öffnungszeiten sonnabends von 16 bis 18 und sonntags von 14 bis 18 Uhr.
