WIEFELSTEDE - Marga Claußen führte bei dem plattdeutschen Stück Regie. Am Ende siegt natürlich die Liebe.

Von renate Dierks

WIEFELSTEDE - Für viel Begeisterung sorgte das neue Stück der Späälköppel Wiefelstä „Goode Nacht, Froo Engel“ bereits bei der Premiere in Rabes Gasthof. Vor allem Britta Diers überzeugte in ihrer Paraderolle als „Froo Engel“, aber auch alle anderen Darsteller bekamen am Ende viel Beifall. Über Nachwuchssorgen braucht die Späälköppel auch nicht zu klagen. Für Sven Gerken war es in der Rolle des Sohnes Peter Forster der erste öffentliche Auftritt auf der Bühne, den er mit fast

profimäßiger Routine und ohne sichtbares Lampenfieber meisterte.

Das Stück spielt in der Wohnstube der Familie Forster in Hamburg. Bei Forsters laufen gerade die Hochzeitsvorbereitungen auf Hochtouren. Zur Familie gehören neben Tochter Ute (Dagmar Dirksen) auch Tochter Antje (Sandra Klockgether) und Sohn Peter ( Sven Gerken). Vater Heinrich Forster (Horst Klockgether) und Mutter Elfriede Forster (Ute Petershagen) wollen Tochter Ute mit Hans-Uwe Haller (Ralf Diers), dem biederen Sohn des Geschäftspartners Walter Haller (Karl-Heinz Brett), verheiraten. Mit der „Liebes- und Geschäftshochzeit“ soll vor allem das finanziell angeschlagene Geschäft der Forsters saniert werden. Kurz vor der Besiegelung der angestrebten Teilhaberschaft steht Klara Engel (Britta Diers) vor der Tür und sorgt für große Aufregung. Klara Engel ist mit dem „zweiten Gesicht“ ausgestattet und hat einen Traum gehabt, den sie unbedingt den Forsters mitteilen will. Auch Bella, das italienische Hausmädchen der Forsters (mit überzeugendem italienischem Akzent dargestellt von Anke

Stolle), kann sie nicht von ihrem Vorhaben abhalten.

„Die geplante Hochzeit wird platzen, alles Weitere liegt in der Hand des Schicksals. Ein anderer, noch unbekannter Mann mit schwarzen Haaren wird auftauchen und das Herz von Tochter Ute erobern“, lautet eine der Visionen von Klara Engel.

Als dann auch noch alle weiteren Weissagungen eintreten und dann auch noch plötzlich Walter Hallers Geschäftsfreund Jörn Kamper (Wilfried Wilken) auftaucht, macht sich Ratlosigkeit breit. Die weiteren Hochzeitsvorbereitungen geraten zusehends ins Stocken und auch die angestrebten Geschäftsverbindungen sind in Frage gestellt. Klara Engel ergreift schließlich die Initiative, am Ende siegt die Liebe und alle Beteiligten sind einvernehmlich der Meinung „See sünd een Engel, Froo Engel!“

Dafür gab es dann noch mal ordentlich Beifall von den Gästen. Regie führte Marga Claußen, als Topustersche unterstützte Ingeburg Huisken die Darsteller. Die Bühne wurde ausgestattet von Gerd Schweers, Willy Mönnich und Hans-W. Kümmel. Für die Ausstattung der Spieler war Ingrid Oltholt zuständig.