WIEFELSTEDE - Sie ist energisch, selbstbewusst, zielstrebig. Sie liebt Fantasiewelten, in denen Elfen, Trolle, Vampire und andere Wesen die Hauptrolle spielen. Sie schreibt Geschichten und sie malt – am liebsten Tiere. Und sie ist erst zwölf Jahre alt. Die Rede ist von Maike Sprickerhoff auf Wiefelstede: Eine Sechstklässlerin, die zumindest manchmal fast ein klein wenig altersweise wirkt und andererseits doch so wunderbar kindlich ist.
Maike schreibt. Ihre erste Geschichte verfasste sie vor gut einem Jahr mit „Die Diebin“. Darin entwickelt eine schwarze Katze detektivische Fähigkeiten und klärt einen Mordfall auf. 14 Seiten umfasst der Mini-Krimi: Geschrieben hat Maike den Text an einem Tag, wie sie der NWZ erzählt. Minuschi, die eigene Katze des Mädchens, war Patin für die Story.
„Im Land der Kobolde“ heißt der zweite Streich von Maike Sprickerhoff. Die hat sie in der fünften Klasse verfasst, als die Schüler sich eine Fantasie-Geschichte ausdenken sollten. „Der Gang in den Keller“ ist nun der erste kleine Fortsetzungsroman. Mit dem Beitrag konnte die Zwölfjährige einen Preis beim Schreibwettbewerb an der KGS Rastede einheimsen.
Und nun tüftelt das Mädchen mit den glatten braunen Haaren, die ihr gerne auch mal im Gesicht hängen, schon an der nächsten Idee. Ihre Träume sind ihr dabei Inspiration. „Das ist halt manchmal wie im Film“, erzählt Maike: „Ich werde morgens wach und denke, das musst du aufschreiben.“
Dabei hat Maike die Welt der Bücher erst vor zwei Jahren so richtig für sich entdeckt. Mama Renate Sprickerhoff hat ihr aber immer schon viel vorgelesen: „Das mache ich sogar heute noch.“
Autorin will Maike deshalb aber noch lange nicht werden: „Damit verdient man nicht genug Geld“, erklärt sie abgebrüht. Eigentlich wollte sie mal Architektin werden, aber „dafür sind meine Mathenoten zu schlecht“. Journalistin käme in Frage, sagt sie – oder Lehrerin. Und dann könnte sie ja immer noch einen dicken Fantasy-Roman mit mindestens 1000 Seiten schreiben. Das sind nämlich die Bücher, die Maike Sprickerhoff in ihrer Freizeit am liebst liest – wenn sie nicht gerade schreibt, malt, Keyboard spielt oder Romanvorlagen träumt.
