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Weihnachten In Wiefelstede Von Familie und Schrottwichteln

Jens Schopp

Wiefelstede - Für Wiefelstedes Vikarin Lina Kohring ist es das erste Weihnachtsfest im Dienst. „Alle hohen kirchlichen Feiertage sind für das erste Mal dienstlich“, sagt die Geistliche in Ausbildung. Sie freue sich auf ihren Einsatz am heiligen Abend. Besser gesagt auf ihre beiden Einsätze. Um 14 Uhr steht das Krippenspiel mit dem Spatzenchor an, um 15.30 Uhr das mit den Konfirmanden. „Da ist man natürlich schon aufgeregt, ob alles klappt“, sagt Lina Kohring. Sie sei aber zuversichtlich, dass die Schauspiele in den beiden Gottesdiensten glatt über die Bühne gehen werden.

Auch Ehemann Markus hat an Heiligabend in Gottesdiensten in Rastede zu tun. Er findet den Advent und die Zeit um Weihnachten eine schöne Zeit. Das merke er auch, wenn er in den vergangenen Tagen in seiner Arbeit als Jugenddiakon mit den Jugendlichen in der Nachbargemeinde Rastede zusammen war. „Ganz wichtig war den Jugendlichen das Kekse backen“, berichtet Markus Kohring. Auch sei bei manchen Treffs spontan weihnachtliche Musik aufgelegt worden. „Die sind empfänglich für so etwas.“ Und das wären nicht nur die jüngsten Jugendlichen. „Das geht rauf bis zwanzig“, weiß Markus Kohring.

Sieht Geschwister wieder

Sind die Dienstpflichten am 24. Dezember erledigt, trennen sich die Wege von Vikarin und Diakon. „Wir feiern Heiligabend nicht in unseren eigenen vier Wänden zusammen“, sagt Lina Kohring. Sie fährt zu ihren Eltern nach Osnabrück, er zu seinen nach Oldenburg. Das sei für sie eine schöne, aber auch wichtige Sache. „Da sieht man seine Geschwister wieder, die man nicht so häufig im Jahr trifft, weil sie weiter weg wohnen“, berichtet Markus Kohring. Lina Kohring sieht ihre Geschwister auch nicht so häufig im Laufe eines Jahres, aber eben an Heiligabend bei den Eltern in Osnabrück. „Meine Geschwister leben in Bonn und Münster. Auch sie versammeln sich heute Abend um den elterlichen Esstisch.

Am ersten Weihnachtsfeiertag geht es dann zu den jeweils anderen Eltern. „Wir sind auch schon mal mit dem Zug am ersten Feiertag gefahren. Da habe ich morgens gedacht, wir sind ganz alleine in dem Zug unterwegs“, berichtet die Wiefelsteder Vikarin. Als Stress, ob im Auto oder Zug, empfinden die beiden die Reiserei zu den Eltern jedenfalls nicht, sagen sie. Und zu einer Hochzeit in Hannover sind sie auch noch eingeladen.

Pastor ohne Christbaum

So gar nicht weihnachtlich, man mag es kaum glauben, geht es im Hause von Wiefelstedes Pastor Dr. Tim Unger zu. „Ich habe keinen Adventskranz und auch keinen Weihnachtsbaum. Weihnachtlich geschmückt ist bei mir gar nichts“, berichtet Unger. Irgendwann habe seine Sekretärin einen bunten Papierstern an sein Fenster geklebt. Aber er findet es schön, wie die Häuser im Ort geschmückt sind. Unger sagt aber auch: „An Weihnachten hat ein Pastor zu arbeiten.“ Das tut er. Heiligabend beginnt um 17 Uhr die Christvesper. „Dann ist die Kirche voll. Da stehen auch schon mal Leute.“ Ein paar Stunden später beginnt um 23 Uhr die Christmette. Zwischendurch besuche er Freunde. Am zweiten Weihnachtstag steht er um 10 Uhr wieder vor dem Altar in der Kirche St. Johannes. Am ersten Feiertag kann er sich dieses Jahr ausruhen. Und wenn am zweiten Weihnachtstag die Arbeit erledigt ist, geht es zum sogenannten Schrottwichteln zu Freunden.

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