WILDESHAUSEN - „Das Pestruper Gräberfeld ist einmalig in Nordwesteuropa und wir sollten an seine Einmaligkeit erinnern“. Mit diesen Worten eröffnete der 1. Kreisrat Rolf Eilers inoffiziell die Ausstellung „Pestrup – Landschaft der Erinnerung“ im Kreishaus. Mit anwesend waren außerdem Angela Ceranka vom Kulturamt des Kreises und Iris Gallmeister vom Naturpark Wildeshauser Geest, Tourismus und Marketing.

Offizieller Ausstellungsbeginn ist am kommenden Montag, 19. Mai. Bis einschließlich 5. Juni kann man die Ausstellung von Ullrich Masemann zu den Öffnungszeiten des Kreishauses besichtigen.

Der 1957 in Eystrup geboren und aufgewachsene Masemann zeigt mit dem Mittel der Verfremdung bei den Bildern, aber auch anhand von ausgewählten Ausgrabungsfunden, die Entwicklung von der Steinzeit bis zur Eiszeit und versucht so, die Besucher der Ausstellung für eine neue, veränderte Wahrnehmung des Gräberfeldes zu sensibilisieren.

Dazu fotografierte der Archäologe einen Grabhügel, der auch nun auch als Ursprungsmotiv dient. Mit Hilfe eines Computerprogramms wurde das Motiv verfremdet. Bestimmte Bildelemente sollten laut Masemann aber dennoch zu sehen sein, so dass eine Wiedererkennung auf den anderen 13 Grafiken möglich sei. So soll „der Betrachter ,automatisch’ Unterschiede suchen und finden und in den veränderten Details die Komplexität der künstlichen Landschaft erfahren“.

Konstruiert ist der Ausstellungsbereich als eine Art „Grabhügel“, bestehend aus zwei großen Elementen. Der erste Bereich ist der Eingang. Dort stehen zwei Vitrinen, die verschiedene Objekte aus der Archäologie zeigen. Das Innere der Grabkammer ist der zweite große Bereich. Der Besucher läuft direkt auf das Ursprungsbild zu und kann dann selbst entscheiden, in welche Richtung er die weitere Ausstellung ansieht und entdeckt.