WILDESHAUSEN - Wildeshausens Brennereimuseum bittet an Bord. Rund um die christliche Seefahrt wird es gehen, wenn am kommenden Sonntag, 4. Mai, die Saison 2008 eröffnet wird. „Flasche leer – und nun?“ lautet das Thema. Um 14 Uhr heißt es: „Leinen los“.
Mitten auf dem maritim ausgestalteten Kornboden wird Willy Jahn aus Brake seine Idee für die Verwendung von leeren Flaschen vorstellen. Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Buddelschiffergilde zeigt vor Ort, wie die maritimen Szenen ins Glas bugsiert werden. „Man darf kein Hibbelmors sein“, verrät der gebürtige Ostfriese. Vielmehr seien innere Ruhe, ein gutes Auge und eine ruhige Hand Voraussetzungen dafür, Havarien im Glas zu vermeiden.
Jahn bringt einige seiner schönsten Stücke mit, daneben zeigt er Karikaturen des Holländers Jan Sanders. Ebenfalls „an Bord“ wird auch Peter Hollander aus Hamburg, Chef der Buddelschiffergilde, sein.
Einen Blick in eine längst vergangene maritime Welt ermöglicht Jochim Kinast, Wildeshausen. Der Weltenbummler mit dem Faible für die christliche Seefahrt zeigt ein Fundstück aus der Zeit des Boxeraufstandes im Jahr 1900: ein Tagebuch zum Mitlesen, das den Weg deutscher Marinesoldaten auf dem Dampfer Aachen ins unbekannte China aus der Sicht eines Feldapothekers beschreibt.
Daneben ist auf der Filmleinwand der Bau des Passagierschiffs United States im Jahr 1952 zu verfolgen.
Umrahmt wird die Veranstaltung von passender Akkordeonmusik. Die Spieler Fabian Führer (elf), Wiebke Wübbenhorst (16), Marten Michael (16) und Fritz Gillerke (18) von der Musikschule des Landkreises zeigen ihr Können. Der Brennereiverein weist darauf hin, dass mit dem Eröffnungstag ein humorvolles Preisausschreiben beginnt – mit einem Wellness-Wochenende für zwei Personen als Hauptgewinn.
Das Brennereimuseum an der Wittekindstraße in Wildeshausen ist von Mai bis September am jedem Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Zudem sind Führungen zu anderen Zeiten nach vorheriger Vereinbarung unter 04222/6517 möglich.
