WILDESHAUSEN - „Ich bin extra aus dem Taunus in meine alte Heimat gekommen.“ Anlässlich der „Woche der Musik“ im Wildeshauser Pflegeheim Alexanderstift bekamen die Senioren am Montag Besuch von Bernd Gläser, einem Drehorgelspieler. Der 67-jährige gebürtige Brettorfer reiste für einen Auftritt bei den Senioren eigens aus seiner neuen Heimat, dem Taunus, an. Rund 20 begeisterte Zuhörer lauschten den heimatlichen Klängen und schunkelten zu Schlagern wie „Schwarzbraun ist die Haselnuss“. „Ich komme aus einer musikalischen Familie. Ich finde das wunderschön“, freute sich die 89-jährige Elisabeth Ostendorf.
Organisiert wurde der Besuch von Margrit Iverssen vom begleitenden Dienst im Alexanderstift, und von Doris Hauth, der Schwester des Drehorgelspielers, die in Wildeshausen wohnt. „Wir waren vor zwei Jahren schon einmal hier und wurden nun gefragt, ob wir nicht noch einmal spielen wollen“, so die Schwester. Gut gelaunt präsentierte Bernd Gläser seine handgefertigte Orgel, die er, für den Preis eines Kleinwagens, speziell hat bauen lassen. „Eigentlich bin ich Diplom-Betriebswirt, aber vor zwei Jahren habe ich selbst jemandem beim Orgel spielen zugehört und mich sofort dafür begeistert. Pünktlich zum 90. Geburtstag meiner Tante hatte ich meine ,Original Raffin‘ und spielte nicht nur auf der Feier, sondern von da an auch in Kindergärten und in Seniorenheimen.“ Im Repertoire hat er Volkstümliches, Rock’n’Roll und Kinderlieder. Am heutigen Dienstag spielt Gläser noch einmal – ohne Gage – im Kindergarten „Pusteblume“.
Anlässlich der Musikwoche im Alexanderstift können Bewohner und Gäste noch bis zum Freitag gemeinsam musizieren und neben anderen Künstlern auch den Frauenchor Großenkneten anhören.
