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Betreuung Neuer Kräutergarten spricht alle Sinne an

WILDESHAUSEN - Die Chance lässt sich Wanda Meurer nicht entgehen: „Die riechen ja gut“, sagt die 97-jährige Bewohnerin des Alexanderstifts, als sie eine blaue Scabiose in der Hand hält. Gemeinsam mit Pflegedienstleiterin Birgit Plath, Margrit Iverssen vom Begleitenden Dienst und den Betreuerinnen Sabine Hepner und Juliane Berwanger weihen die Bewohner der Wildeshauser Pflegeeinrichtung am Freitag ihren neuen „Kräuter-Sinnesgarten“ ein.

Der geschützte Sommergarten konnte dank der Unterstützung des Rotary-Clubs Wildeshausen und der Volksbank Wildeshauser Geest eingerichtet werden (

NWZ

  berichtete). Insgesamt wurden 3900 Euro gespendet. Von dem Geld wurden auch eine Parkbank sowie Schulungen finanziert. Die mit vielen Kräutern bepflanzten Hochbeete sollen alle Sinne – Riechen, Sehen, Fühlen und Schmecken – ansprechen, erklärte Iverssen weiter. Auch mit Rollstühlen und Rollatoren seien die Pflanzen gut erreichbar. Bewohner mit „Weglauftendenz“ seien in dem Sinnesgarten besonders geschützt, meinte Plath. Unter den Gästen der Feier war am Freitag auch die älteste Hausbewohnerin, die 102-jährige Ursula Bahls. Für die Musik sorgte Alfons Marischen.

Die Pflegedienstleiterin wies auf die 2008 erfolgte Reform des Pflegegesetzes und den Paragraphen 87b im Sozialgesetzbuch XI. hin. Danach können Pflegeheime mit vielen Demenz-Erkrankten nun Personal einstellen, um für Menschen mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf zusätzliche Angebote, so genannte Betreuungsassistenzen anzubieten. Die Finanzierungspflicht liegt in vollem Umfang bei den gesetzlichen und den privaten Pflegekassen. Im Alexander­stift haben derzeit 45 der 84 Bewohner einen Anspruch auf zusätzliche Betreuung. Rein rechnerisch komme eine Vollzeitkraft auf rund 25 Bewohner, erklärte Plath. Jeder Bewohner erhalte mindestens dreimal in der Woche das zusätzliche Angebot. „Wir haben unseren Stellenanteil noch nicht voll ausgeschöpft“, bemerkte die Pflegedienstleiterin. Eine Vollzeitstelle sei besetzt. Nach wie vor suche das Alexander­stift entsprechend qualifizierte Mitarbeiter.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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