WILDESHAUSEN/BREMEN - Noch 20 Tage bis zum Kirchentag in Bremen: „Noch fehlen mehr als 1100 Plätze in Privatquartieren“, sagt Katja Jöllenbeck, die Kirchentagsbeauftragte der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wildeshausen. Insgesamt suchen mehr als 10 000 Besucher eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit in der Region. Am Ende nächster Woche läuft die Meldefrist ab.
Von einer überwiegend positiven Resonanz auf den Appell, ein Bett oder ein Sofa zur Verfügung zu stellen, berichtet Jöllenbeck. Sogar aus Bissel oder aus Visbek hätten sich Gastgeber gemeldet. Besonders freue sie sich darüber, dass darunter auch „Herbergseltern“ seien, die sonst mit der Kirche oder dem Kirchentag „nichts am Hut“ hätten. Die 38-jährige ehrenamtliche Gemeindemitarbeiterin rechnet damit, dass aus der Region Wildeshausen etwa 150 Betten, darunter auch 20 für Freunde aus der Partnerstadt Hertford, zusammenkommen. Es gebe aber eine hohe „Dunkelziffer“: „Viele entschuldigten sich bei mir, dass sie keinen Platz mehr anbieten können, weil sie ohnehin schon Kirchentagsbesucher aufgenommen haben“, so Jöllenbeck.
Aber nach wie vor fehlten Privatquartiere für die Zeit des Evangelischen Kirchentags vom 20. bis 24. Mai. Daher hat Jöllenbeck noch einmal Handzettel in den Grundschulen sowie den evangelischen Kindergärten verteilt. „Es gilt, die Gastfreundschaft der Region zu zeigen“, erklärt die Grundschullehrerin. „Um ein Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen, muss man nicht fromm sein.“ Auch eine besondere „Betreuung“ für die Gäste sei nicht erforderlich, da die Kirchentagsbesucher bereits morgens das Haus verlassen und erst am Abend zurückkommen.
Wer ein Privatquartier anbieten möchte, kann die „Meldekarte“, die im „Alexanderboten“ der Kirchengemeinde eingeheftet ist, ausfüllen. Jöllenbecks nehmen Anmeldungen unter 04431/75147 oder per E-Mail (katja.joellenbeck@ewetel.net) entgegen.
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