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Diakonie Rot-gelber Richtkranz schwebt über Vorzeigeprojekt

WILDESHAUSEN - Bei klirrender Kälte spenden die Gäste gern Applaus – nicht, um sich die Hände zu wärmen, sondern um Bauherrn und Handwerkern Respekt zu zollen. Seit Freitagnachmittag schwebt der Richtkranz auf dem Neubauprojekt der Diakonie Himmelsthür an der Harpstedter Straße 35 in Wildeshausen. Spätestens im August sollen hier 24 Menschen mit Assistenzbedarf einziehen. „Wir sind nicht im Verzug“, versicherte Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde mit Blick aufs Wetter.

Nach der Wohngemeinschaft „Kleine Straße“ in der Innenstadt sind die vier Reihenhäuser an der Harpstedter Straße das zweite Projekt des Himmelsthür-Dezentralisierungsprogramms. Innerhalb von zehn Jahren sollen 264 vom Zentralgelände an der Dr.-Klingenberg-Straße in kleine Einheiten umziehen. Die Reihenhäuser an Harpstedter Straße bieten künftig 24 Menschen Wohn- und Lebensmöglichkeiten, wie Fachbereichsleiterin Rita Gogolin sagte. „Die vier Wohngemeinschaften á sechs Menschen verfügen je über eine gemeinsame Küche, einen Ess- und Wohnraum und drei Bäder.“ Gogolin hat die Projektleitung von Birgit Hopp übernommen, die sich verstärkt um die Himmelsthür-Neubauten in Sandkrug kümmern soll.

Der Komplex an der Harpstedter Straße kostet 1,28 Millionen Euro; 22,2 Prozent der Bausumme trägt das Land Niedersachsen. Unter den vielen Gästen des Richtfestes begrüßte Arendt-Uhde den Kaufmännischen Direktor der Diakonie, Rolf-Dieter Strudt­hoff, Bürgermeister Dr. Kian Shahidi und Vertreter des Heimbeirats. Die Zimmerleute Andreas Lichtner und Ilja Rat befestigten den Richtkranz, der von Bewohnern des Hauses „Kleine Straße“ mit gelben, roten und weißen Krepp-Streifen geschmückt wurde. Nach dem Zimmermannspruch ließ Lichtner die Flasche Hochprozentigen auf der verschneiten Betondecke zerschellen. Pastorin Sabine Spieker-Lauhöfer wies bei einer Andacht darauf hin, dass Gottes Wort zum Fundament dieses Hauses gehöre.

Noch ist keiner der 24 Plätze in dem Haus vergeben. Doch beim anschließenden Rundgang kam wohl so mancher ins Grübeln.

NWZ

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Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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