WILDESHAUSEN - Die Aufführung soll vor den Sommerferien stattfinden. Die Produktion wird vom Förderverein finanziert.
Von Anja Biewald
WILDESHAUSEN - Zur Zeit wird viel gelacht in der Aula der Holbein-Grundschule in Wildeshausen: Die Schüler der Klasse 2a sind nämlich mit großer Begeisterung bei der Sache, wenn sie für ihre erste eigene Musicalaufführung proben. „Die Birkennase“ heißt das Stück aus der Feder von Jörg Ehni und Uli Führe, das kurz vor den Sommerferien auf die Bühne gebracht werden soll.Einmal wöchentlich proben die Kinder jetzt fleißig: Dabei steht der Spaß im Vordergrund – die Lerneffekte stellen sich von ganz alleine ein. Bei der Aufführung gehe es um die Verbindung von Musikalität und Bewegung, erklärt die Musikpädagogin Birgit Wendt-Thorne, die das Projekt musikalisch betreut. Saskia Hofman von der Tanzakademie in Rotterdam zeichnet für die Choreographien verantwortlich. In kindgerechter, spielerischer Form wärmt sich Saskia Hofman gemeinsam mit den Kindern auf. Dabei kommen die richtig ins Schwitzen und toben sich aus. Gleichzeitig wird aber auch die Konzentration deutlich, mit der die Jungen und Mädchen den Anweisungen und Bewegungen der Tanzpädagogin genau folgen: Da wird nicht großartig mit dem Nachbar geplappert oder gar mit den Gedanken ganz woanders gespielt.
Die Zweitklässler sind infiziert mit dem Projekt, das sein Vorbild in Holland findet. Dort sei es nämlich üblich, dass auswärtige Pädagogen in die Schulen gingen, um dort Projekte und Aktionen eigenverantwortlich umzusetzen, weiß Saskia Hofman aus Erfahrung. Birgit Wendt-Thorne: „Gerade im musischen Bereich passiert in deutschen Schulen einfach viel zu wenig.“
Finanziert wird die Produktion von „Die Birkennase“ durch den Förderverein der Holbeinschule. Die Eltern packen ebenfalls tatkräftig mit an und kümmern sich um die Gestaltung des Bühnenbildes und die Kostüme. Vor allen anderen Klassen und den Familien der Kinder soll das Musical schließlich aufgeführt werden.
Das Stück selbst dreht sich um den Umgang mit und das Schüren von Angst und die Unsicherheit, eigene Ängste einzugestehen.
