WILDESHAUSEN/DöTLINGEN - Sogar ein Portemonnaie tauchte im Unrat wieder auf. Auf dem Bauhof in Wildeshausen war eine Sammelstation eingerichtet.

Von Frank Jacob

WILDESHAUSEN/DÖTLINGEN - „Wir machen mit, weil das Spaß macht, und wir etwas für die Umwelt tun können“, sagt Tabita aus Dötlingen. Die Neunjährige gehört mit dem gleichaltrigen Hauke und dem ein Jahr älteren Joschua zu den jüngeren Teilnehmern an der kreisweiten Aktion „Saubere Landschaft“, an der auch am vergangenen Wochenende wieder viele Bürger in Dötlingen und Wildeshausen teilnahmen.

Die drei Grundschüler waren mit dem Bürger- und Heimatverein Dötlingen unterwegs, der sich vornehmlich um den Ortskern und die Ausfahrtsstraßen kümmerte. Den vom Landkreis bereit gestellten Container habe man zu zwei Dritteln mit Müll füllen können, berichtete Doris Reelfs, die die Aktion in Dötlingen mit Traute Kucera betreute. „Wir hätten etliche Autos neu bereifen können“, ergänzte Reelfs und berichtete auch von einem kürzlich gestohlenen Portemonnaie, das ein Mädchen beim Unrat auflesen entdeckt hatte. Der Besitzer zeigte sich erkenntlich.

Auch der Hegering Wildeshausen trug beim Großreinemachen in seinen Revieren mehrere Anhänger mit achtlos weggeworfenem Müll zusammen: „Fernseher, Staubsauger und ein Paar schwarze Stiefeletten, Größe 39“, zählte Andreas Michels, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, die Funde im Revier Wildeshausen-Ost, zu dem etwa die Welgenmarsch gehört, auf. Für den Hegering sei die Teilnahme an der Aktion eine Selbstverständlichkeit, so Michels, denn: „Wir wollen die Natur pflegen, und der Müll kann auch Tiere töten, wenn sich zum Beispiel beim Wild Zusatzstoffe im Magen festsetzen.“

Die zusammengetragenen Abfälle brachte der Hegering – wie viele andere Gruppen auch (vier volle Säcke mit Müll lieferten etwa die Bewohner der Diakonischen Wohnheime an der Glaner Straße an, die sich unter anderem um den Krandel gekümmert hatten) – am Sonnabendnachmittag zum Bauhof, der eigens für die Aktion geöffnet hatte. „Wir rechnen mit fünf bis zehn Kubikmetern Restmüll“, sagte Hans-Hermann Wohlers vom Bauhof, der auch Container für Holz- und Eisenschrottabfälle bereithielt.

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NWZ/LANDKREIS/.1