WILDESHAUSEN - Als Beitrag zur Psychologie des Verbrechens ist der Tatsachenroman „Totgeliebt – wie eine Frau zur Mörderin wird“ aus der Feder von Andreas Kläne einzuordnen. Der gebürtige Cloppenburger ist Autor und freier Journalist. Er gab am Freitagabend im Hotel Huntetal in Wildeshausen einen Einblick in die wahre Geschichte der Karin Krogmann und damit zugleich auch in seinen Roman. Vor rund 20 meist weiblichen Zuhörern stellte Kläne in seiner Lesung Passagen aus seinem Buch vor, das durch ein Nachwort des Strafverteidigers Rolf Bossi an zusätzlicher Brisanz erfuhr.
Anderthalb Jahre recherchierte der 51-jährige Autor in der Vergangenheit der Täterin und deren Mannes, den die Frau nach scheinbar glücklicher Ehe plötzlich erschoss. Der Fall machte Schlagzeilen, es gab sogar eine TV-Sendung mit Alfred Biolek aus dem Gefängnis.
Andreas Kläne schaffte es, als Journalist Zugang zu der Frau zu bekommen und dabei tief in die Gefühlswelt und die Umstände bis zur Tat vorzustoßen. Das Ergebnis ist der Tatsachenroman, der aufrührt und aufhorchen lässt.
