WILDESHAUSEN - Unter den Klängen des „Holländischen Präsentiermarsches“ betrat der erste Vorsitzende des Musikkorps Wittekind, Manfred Rollie, am Freitagabend die Bühne in der Widukindhalle. Eigentlich hatte er vorgehabt, zusammen mit den Musikerinnen und Musikern zum Eröffnungskonzert 2009 auf die Bühne zu kommen, „doch, die haben gesagt, sie können ein Instrument spielen, ich nicht“, scherzte Rollie und erinnerte daran, dass der Holländische Präsentiermarsch ihn nicht nur auf die Bühne einlud, sondern auch der Parademarsch der Deutschen Marine sei. Das stimme ihn versöhnlich.

Rollie bedankte sich bei den vielen Sponsoren, die die Arbeit und das Konzert des Musikkorps Wittekind erst ermöglichen würden. „Wir haben noch nicht alle begriffen, dass die Kulturförderung zugleich auch eine Wirtschaftsförderung ist“, mahnte der Vorsitzende. In Richtung der stellvertretenden Bürgermeisterin Christa Plate nebst Ehemann und der Bundestagskandidatin Astrid Grotelüschen (Sohn Erik spielt im Musikkorps mit) bat er um weit reichende Unterstützung von Förderanträgen.

Vor rund 500 Zuhörern (zusätzliche Stühle mussten noch in die Halle gebracht werden) gab das 54-köpfige Orchester ein mitreißendes Konzert. Im ersten Teil standen der Graf-Zeppelin-Marsch von Carl Teike, The Hebrides von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauß und der Blumenwalzer von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky im Mittelpunkt. Nach der Pause trat zunächst das Jugendorchester unter der Leitung von Ingo Poth auf, eine bunt zusammen gewürfelte Truppe aus allen Orchestern Wildeshausens und Umgebung. Mit Unterstützung erfahrener Musiker gaben sie die Bohemian Rhapsody und die John Williams Trilogy zum Besten. Daran schlossen sich The Marsch from 1941, komponiert von John Williams und Modernes wie James-Bond-Melodien, arrangiert von Johan de Mey, The Liberty Bell (John Philip Sousa), Phil Collins live sowie Pomp and Circumstance (Edward Elgar) und The Pink Panther (Henry Mancini) an.

Als Zugaben gab es Kostproben aus beliebten Musicals. Gekonnt durch das Programm führten Lena Meyer und Franziska Poth.